10.06.2022 - Mitgliederversammlung im Rosenhof Holzhausen

Die Gastgeberin Antje Kochlett
Blick zur Wachsenburg

Worte zur Begrüßung
Erste Informationen zum Konzept
Streifzug durch die Rosen
Dankeschön und Anstoßen mit rosenverfeinertem Sekt
Mitgliederversammlung mal anders
selbst beim Gehen wurde noch gefachsimpelt
Abendlicher Blick

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung hatten wir aus bekannten Gründen in eine OpenAir Lokalität verlegt. Nach einiger Suche und auf Grund eines Insidertip's fiel unsere Wahl auf den Rosenhof Holzhausen. 

Herzlichst empfing uns die Inhaberin Antje Kochlett auf Ihrem Rosenhof in Holzhausen.

Sie studierte Gartenbau an der FH Erfurt und betreibt den Rosenanbau seit 5 Jahren auf einem Feld unterhalb der Wachsenburg. Zur Zeit macht sie dies noch noch im Nebenerwerb. Mit einer Genehmigung kaufte sie in Bulgarien 2000 Damascena- Rosen und pflanzte sie auf schweren lehmigen Boden ohne Zusatzbewässerung. Vor der Flächenplanung wurde eine Bodenanalyse vorgenommen, die viel Mut für die Zukunft machte. Die Standzeit der Rosen ist in etwa 50 Jahre.

Die Pflege geschieht nach ökologischen Grundsätzen, es werden nur Pflanzenstärkungsmittel werden verwendet. Zur Bekämpfung von Blattläusen werden Marienkäfer eingesetzt; bei Vorkommen des Triebbohrers- Verwendung von Nienöl oder Entfernen der befallenen Triebe. Im Juli erfolgt starker Rückschnitt mit der Heckenschere, im Frühjahr nur Totholzentfernung, Düngung nach der Blüte über das Blatt mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln wie z.B.  Ackerschachtelhalmlösung (Zusammenarbeit mit Uwe Böhm)

Die Rosennachzucht gestaltet sich schwierig, einfacher ist Beschaffung aus der schon verwandten Quelle in Bulgarien.

Zur Ernte werden die Blüten im knospigen Zustand früh ca. 5 Uhr geerntet, wenn die Knospen sich leicht öffnen lassen. Der Pollen sind besonders wichtig.

Sofort nach der Ernte wird destilliert. Am Anfang erfolgte die Destillierung über GIN-Manufaktur Weimar. Mit viel Engagement Ihres Mannes entstand jetzt eine  eigene Destille. Die Blüten werden im Wasserbad destilliert; 400 kg Blüten ergeben 1 kg Destillat, 0,5 % Ölanteil; 1 l Damascena-Öl kostet 6-7T€;

Die Analyse der der fertigen Produkte auf Rückstände erfolgt nach Lebensmittelstandards in Weimar. Die Produkte werden keiner weiteren Verarbeitung unterzogen, es ist das reine, natürliche Produkt. Das Hydrolat wirkt antibakteriell, beruhigend und stabilisierend.

Die offenen Blüten, die nicht mehr für die Destillierung geeignet sind werden zum Essen und der Teeproduktion sowie als Dekomaterial verwendet, sie werden bei 35-40 Grad getrocknet. Die Vermarktung erfolgt in eigener Regie und das Design, die Homepage und den Online-Shop sind auch alles Marke Eigenbau

Für die Zukunft ist ein Wasser- und Stromanschluss geplant. Dann kann die Vermarktung vor Ort besser erfolgen. Bisher geschieht das alles in Plaue.

In der Zukunft werden weitere Kulturen wie Safrangewinnung, Anbau von Quitten, Sorte „Konstantinopel“ angebaut werden. 

Ein Highlight sind die kulturellen Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder ; Naturerlebnis- und Wildbienenpfad, grünes Klassenzimmer ; Lesesommer; Rosengottesdienst.

Text: Undine Swatek

Natürlich fand dann auch noch die Mitgliederversammlung in dem einzigartigen Ambiente statt. Aber das ist ja meist trockene Bürokratie. 

Wir danken Antje Kochlett für die herzliche Gastfreundschaft und können nur sagen, das wir selten jemanden erlebt haben, die mit soviel Herzblut und Liebe für eine Sache brennt und steht. 

Fotos: Mirko Fey

alle Bildrechte liegen beim Fotografen, die Zustimmung zur Veröffentlichung liegt von den gezeigten Teilnehmern vor.