Zu den Märzenbechern bei Landgrafroda und zum Schloss Burgscheidungen, März 2014

Trotz anderslautender Wettervorhersage sind alle zwölf teilnehmenden Personen "von außen" trocken geblieben. Im Märzenbechertal zeigte sich der milde Winter in Form sehr ausgedehnter Bestände, von der Fläche her sicher größer als in den Jahren vorher. Ergänzend waren bereits weiße und gelbe Buschwindröschen, Haselwurz, Lungenkraut und sehr schöne Leberblümchen zu bestaunen. Die Führung durch das Schloss Burgscheidungen war sehr informativ. Aufgeklärt wurden wir darüber, dass DIE Gräfin Cosel einst im Schloss residierte, bevor August der Starke sie ihrem Ehemann "abwarb" und mit nach Sachsen nahm. Die wechselvolle Geschichte der Anlage, die in ihren Teilen erkennbar Einflüsse verschiedener Stilepochen, hauptsächlich Renaissance und Barock, widerspiegelt, und der Glücksfall, dass durch die langjährige Nutzung als Schulungsstätte der DDR-CDU der Verfall aufgehalten und vernünftige Instandhaltung betrieben wurde, wurden sehr anschaulich geschildert. Ein Gang über das aus der Barockzeit stammende Original-Parkett im Nordflügel, über das im Mai beim Barock-Schlossfest ca. 500 kostümierte Gäste lustwandeln, rundete den Besuch ab. Der Park bestach wie immer durch seine formelle Hanggestaltung und den Landschaftsparkcharakter im unteren Teil. Aber hier bleibt noch viel zu tun. Mit dem gastlichen Cafe und dem Angebot der Schlossführung ist Burgscheidungen auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Autor und Fotos: Klaus Müller.