Nachlese zu den 29.Nordischen Baumtagen vom 26.06.-28.06.2019

WIR HÖREN AUF – ABER NOCH NICHT HEUTE…

26. Juni 09:10 Uhr, es sind schon knapp 30Grad im Saal, das Team steht auf dem Podium. Steffi Soldan, Nils Vetter und  Stefan Patzer, der verkündet: Das bisherige Organisation-Team wird noch die kommende Jubiäumsveranstaltung 2020 ausrichten, aber dann wird es Zeit für neue Gesichter in der „ersten Reihe“! Erdbebengesichter und kurzes Schweigen im Saal – danach startet der erste Tag mit dem zur Tradition gewordenen Vortrag zum Baum des Jahres 2019 – Die Flatter-Ulme. In fröhlicher Weise und tollen Bildern dargestellt von Jörg Harmuth. Im Anschluss berichtet Laura Tamms über ein umfangreiches Sanddorn-Sterben entlang der Ostseeküste. Dieses konnte man unweit des Tagungsgeländes  selbst beobachten. Das Thema Klimaveränderung und Klimaanpassung wird wohl auch in den kommenden Jahren immer wieder Thema sein. Passend hierzu ist die Klimaanlage im Saal ausgefallen. Altersbestimmung von Bäumen, mein Lieblingsthema im Berufsalltag, wurde von Dr.Scharnweber bestätig: die meisten Bäume werden oft in ihrem Alter überschätzt! Am Nachmittag gab es einen regen Austausch über giftige und genießbare Gehölze im Arboretum des Botanischen Gartens in Rostock. Es folgte ein geselliger Ausklang beim Besuch des Polariums im Zoo sowie dem des Brauhauses Trotzenburg.
Der zweite Tag startet mit Temperaturen um 20 Grad und einer Rekord-Teilnehmerzahl von 157 Familienmitgliedern Beidem heutigen Programm, den Nachmittags- und Abendveranstaltungen kein Wunder.
Wolf-Peter Polzin hielt eine tolle Laudatio auf das Lebenswerk von Dr.Silvius Wodarz.
Frau Dr. Nadine Brinkmann macht den Auftakt mit „Trichoderma“! Ein Nützlingspilz gegen Baumpilze, zur Vitalitätssteigerung! Ob es sich ein Praxiseinsatz bei Stadtbäumen lohnt wird sich zeigen. Ein Versuch ist es auf alle Fälle wert. Ein gelungener Spagat zwischen FLL-Baumkontrollen und VTA gelang Nils von Samsung-Himmelstjerna. In bewährter Routine und detailliert referiert Wolf-Peter über die Bundesartenschutzverordnung – Wenige Gewinner, viele Verlierer! Die Käfer gehören zu den Verlierern. Führt man sich die Zahl, der überrollten Käfer, die auf dem Pflanzacker im Massengrab anfallen, vor Augen kann man schon einmal nachdenklich werden! Und wir merken uns bitte alle: Insekten und Spinnen „SITZEN NICHT“, sondern sie „STEHEN oder HÄNGEN“
Absterbende Äste in unseren Bäumen werden immer mehr, (Trockenstress, neue Krankheiten wie Massaria an Linde, ect.) somit wird Prof. Dr.Dujesiefken, wie heute auch in den kommenden Jahren uns weiterhin etwas über die Pathologie und aktuelle Rechtsprechung näher bringen können.
 Die Umfangreichen Angebote des Nachmittagsprogramms führten in den Stephan-Jantzen-Park. Interessiert und mit Spannung verfolgten wir praxisbezogene Baumkontrollen, Einbau von halbgebundenen Wegedeckschichten bei freigelegten Wurzeln,  einen Holzschnitzer, mobile Absaugtechnik an Straßenbäumen sowie eine Vorführung über die Bruch-Standsicherheit von Bäumen, im Rahmen eines Zugversuches.  Der abendliche Ausklang fand diesmal im Studio 301 im Rostocker Fischereihafen statt. Eine fantastische  Location, mit kühlen  Getränken und einem leckeren Büfett sorgte das Orga-Team für einen sehr gemütlichen Abend.  Die Terrasse lud noch zum Sonnenbaden und so kam ein Gespräch nach dem nächsten zu Stande.
Am letzen Tag startet Katharina Dujesiefken mit einem tollen Vortrag über 25 Jahre Deutsche Alleenstraße. 1900km auf dem Rad von Sellin auf Rügen bis nach Reichenau am Bodensee. Lückenpflanzung von Alleen – AHOI!
Über die rechtliche Bewältigung von Sturmfolgen bei Bäumen referierte Rainer Hilsberg aus Augsburg in gewohnter Art und Weise. Mit diesem Vortrag öffnet er einmal mehr unsere Augen für die Brisanz dieser Thematik, die in den kommenden Jahren zunehmen wird. Eine gute Überleitung zum dem Vortrag von Bernd Roser, der einen Handlungsleitfaden für Extrem-Wetterereignisse für die Stadt Frankfurt vorstellt. Schön und gut, allerdings wird jede Gemeinde oder Stadt Ihr eigens Verfahren entwickeln.
Des Rätsels Lösung darf ich nicht vergessen: Ribes sardoum Es gab wirklich nur eine richtige Antwort!
Die Busexkursion durch die Alleen mit Maren und Wolf-Peter habe ich leider nicht mehr mitmachen können, war aber bestimmt sehr interessant.
Tolle 3 Tage in Warnemünde und Rostock, ein großes Dankeschön an alle die mitgeholfen haben!   Ich freue mich auf die Jubiläumsveranstaltung.

Stefan von Zedlitz

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