Eindrücke zum DGGL Winterspaziergang im NSG Hellbachtal

Besuch der Staudengärtnerei Härlen am 25.09.2009
Besuch der Staudengärtnerei Härlen am 25.09.2009
Besuch der Staudengärtnerei Härlen am 25.09.2009
Besuch der Staudengärtnerei Härlen am 25.09.2009
Besuch der Staudengärtnerei Härlen am 25.09.2009

Neue Stauden braucht das Land!
Satte Herbstfarben der Stauden, dazwischen eingestreut unerwartete Sommerblüten und ein faszinierendes Meer von Pflanzen begeisterten uns auf unserer letzten Exkursion im Jahr 2009. Unserer Einladung in die Staudengärtnerei Härlen in Stelle waren trotz des Freitagnachmittags-Termins und Staus auf den Straßen über 40 Interessierte gefolgt. Herr Härlen jun., quasi zwischen Staudentöpfen aufgewachsen und bis heute leidenschaftlicher Gärtner, führte uns dort über seinen Betrieb und erläuterte dabei sein Erfolgsrezept der Gärtnerei.

In der langsam herbstlich werdenden Umgebung beeindruckten die unzähligen Stauden mit ihrer Blütenpracht. Fast hätte man den Eindruck gewinnen können, die Pflanzen wären nur ihrer Schönheit wegen aufgestellt worden. Aber natürlich unterliegt die Ordnung in der Gärtnerei ganz speziellen Regeln. In manchen Quartieren etwa stehen nässebedüftige Stauden, in anderen eher trockenheitsliebende. Dass alles vom Computer erfasst und verwaltet wird, ist nur zu erahnen, vordergründig ist für den Besucher der Gärtnerei die Pracht der Pflanzen.

Das Interesse an den Stauden, ihrer Verwendung und der Betriebsführung spiegelten die vielen Fachfragen, die Herr Härlen zu beantworten hatte. Ausführlich erklärte er die Vorteile der eigenen Topferdenmischung (möglichst ohne Torf) für das Wachstum der Stauden in der Gärtnerei und besonders nach der Pflanzung. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten oft überdüngten Erden wird das betriebseigene Substrat eher mager gehalten, was den Stauden ein besseres Anwachsen ermöglicht.

Weiterhin diskutierten wir über die Geranium-Sorten ‚Rozanne’ und ‚Jolly Bee’, die er für ein und dieselbe Pflanze hält. Einen kritischen Blick empfahl der Härlen bei Modeerscheinungen wie etwa der Verwendung von Echinacea oder Verbena in Schaupflanzungen auf diversen Bundes- und Landesgartenschauen in Bezug auf die Dauerhaftigkeit und die Übertragbarkeit auf pflegeleichte Pflanzungen. Anschaulich präsentierte er uns außerdem auf einem gerade erst fertig gestellten Beet die Staudenmischung „Silbersommer“. Das dahinter stehende Konzept der festgelegten Mischungen aus Stauden und Geophyten z.B. für öffentliche Grünflächen ist noch recht neu und sehr interessant.

Nicht zuletzt ein wogendes Gräsermeer im letzten Quartier des Rundgangs verlockte noch den ein oder anderen Besucher, einige besondere Stauden für den heimischen Garten zu kaufen, um dort die gepriesenen Eigenschaften zu erproben und sich länger an der Schönheit erfreuen zu können. Sicher werden einige wieder kommen in diese schöne, sehr sorgfältig gepflegte und freundliche Gärtnerei mit herausragendem Sortiment. Ein Besuch lohnt sich!

Kira Jensen