Wolfgang Queck - Ein Nachruf

11. April 1927 - 06. Juli 2012

Seit 1953 war er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL). An vielen unseren Exkursionen und Veranstaltungen nahm er teil, hat sich landauf und landab für alles lebhaft und fachlich interessiert, war ein begeisterter Gärtner, auch dem Neuen aufgeschlossen, aber auch abwägend und ablehnend gegenüber dem, was heute überall im Rahmen der „Einsparungen“ unterbleiben muss.

So ist es nicht abwegig, dass er deshalb gerne an seine 17jährige Amtszeit (1971-1989) als Leiter des Gartenbauamtes Bremerhaven zurück gedacht hat und diese Zeit vielleicht als die fruchtbarste und intensivste Zeit seines Lebens bezeichnete …

Bis vor wenigen Jahren hat er immer wieder gelegentlich bei mir angerufen, die rege Tätigkeit unseres Landesverbandes gelobt, dabei auch sein Bedauern ausgedrückt, aus familiären Gründen nicht mehr teilnehmen zu können. Vor wenigen Wochen hatte ich ihn noch angerufen, ein langes Gespräch mit ihm geführt und diesem entnehmen können, wie sehr er sich mit unserem Verband und seinen Mitgliedern verbunden fühlt.
Am 24. Juni erhielt ich zu meiner Überraschung sein Kündigungsschreiben. Mit dem Worten  „mit Bedauern lese ich, dass Sie Ihre langjährige Mitgliedschaft gekündigt haben.  Seit 1953 waren Sie ein sehr treues Mitglied und in unserem Landesverband eigentlich nicht wegzudenken in fast 60 Jahren, auch wenn Sie zuletzt weniger teilnehmen konnten an unseren Veranstaltungen, was in dem erreichten Alter (85 Jahre) durchaus verständlich ist … Sie haben rechtzeitig gekündigt, aber lt. Satzung bleibt Ihre Mitgliedschaft bis zum 31. Dezember 2012 bestehen. Ihnen und Ihrer Frau – trotz allen vielleicht bestehenden Unwägbarkeiten – alles Gute und  Erträgliche. In unserem Alter müssen wir jeden Tag mit „allem rechnen“!...“   habe ich es bestätigt, nicht ahnend, dass er knapp 14 Tage später, am 06. Juli, wirklich damit hat „rechnen“ müssen. Vielleicht war für ihn, Wolfgang Queck, dieses Kündigungsschreiben eines der letzten Vorbereitungen für sein mögliches Ende …    Neben seinen ihn auszeichnenden menschlichen Qualitäten, den innigen Zusammenhalt mit seiner Familie, seiner Frau und seinen drei Töchtern dürfte vor allem das auf ihn zutreffen, was der Magistrat der Stadt Bremerhaven unmissverständlich zum Ausdruck bringt:  „Seine Arbeit war geprägt von großer Fachkompetenz und hohem beruflichem Engagement. Dies sicherte ihm allseits Achtung und Anerkennung. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.“

Dem schließen wir uns an.

Udo Rolf Gerdes im Namen aller Mitglieder des DGGL-Landesverbandes Bremen / Niedersachsen-Nord. e.V.