Prof. Alfons Elfgang wird 70

Prof. Alfons Elfgang

Am 8. Dezember 2009 feierte Prof. Alfons Elfgang seinen 70. Geburtstag. Und noch immer ist der jung gebliebene Bonner so aktiv wie eh und je. 

Wie kein anderer hat er das Grün der staatlichen Liegenschaften in Württemberg geprägt, durch qualitätvolle Arbeiten bei der Bauverwaltung Nachhaltigkeit zu einem entscheidenden Thema gemacht und wichtige Impulse für die Arbeitsbewältigung bei immer knapperen Haushalts- und Personalressourcen gegeben.

Hat er seine überwiegend fachtechnischen Tätigkeiten – wie z.B. als einer der „Väter“ der ZTV-Baum oder als Gutachter - auch zurückgefahren, engagiert er sich nun verstärkt um die geisteswissenschaftlichen Aspekte seines Berufes.

Seine Überzeugungskraft und Vielseitigkeit zeigt sich in seinen erfolgreichen Bemühungen um einen fachlich qualifizierten Nachwuchs. Es gelang ihm, die Gartendenkmalpflege am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart fest zu verankern, bei den Studenten Verständnis und Begeisterung für die Gartenkunst zu wecken und so einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft unserer Kulturgüter zu leisten.

Seine unverbrüchliche Liebe zu alten Gärten hat er auch dieses Jahr wieder unter Beweise gestellt. Zum 400. Jubiläum des Pomeranzengartens Leonberg entwickelte er mit Engagement und Ideenreichtum Pflanzpläne, in die die neuesten Forschungsergebnisse zu Renaissancegärten einflossen. Anhand der Pflanzenauswahl und Präsentation soll dem Besucher die Zeit des großen Umbruchs nahe gebracht werden.

Im November initiierte er das Symposium „Der Garten als Kunstwerk – Der Garten als Denkmal“, das zum Nachdenken über die grundlegenden Unterschiede zwischen der Bau- und der Gartendenkmalpflege anregte. Ziel war es, Theorie und Praxis der Gartendenkmalpflege einander näher zu bringen, um. zu einheitlichen Standards zu kommen, die den verschiedenen Auffassungen in der Gartendenkmalpflege Rechnung tragen und den dafür zuständigen Fachleuten die Arbeit erleichtern. Dabei spielte vor allem auch die Frage, warum und für wen die Gärten erhalten werden müssen, eine entscheidende Rolle.

Wir hoffen, dass sein geistreiches, sympathisches Wesen, sein fundiertes Wissen und seine Kreativität noch recht lange die Forschung über Gartenkunst beflügeln und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin alle Gute.

Text und Bild: ho-mo-my