Jahresrückblick 2007

Liebe DGGLer,
zum Jahresende lohnt sich immer ein Blick zurück. Die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur Baden-Württemberg e.V. hat Sie auch im vergangenen Jahr mit informativen und anregenden Veranstaltungen begleitet. Ich hoffe Sie konnten an dem einen oder anderen schönen Vortrag oder einer Exkursion persönlich teilnehmen.
Gerne gebe ich Ihnen aber in den folgenden Zeilen einen kurzen Rückblick zu einigen Aktivitäten. „Mehrwert durch Landschaftsarchitektur“ war bezeichnender Weise der Titel der Oktober-Tagung 2007 im Haus der Architekten in Stuttgart. Sie war eine Gemeinschaftsinitiative mit der Architektenkammer B.-W. und dem BDLA. Welche neuen Wirtschaftsfelder können Landschaftsarchitekten gewinnbringend erschließen? Anhand von geeigneten Kommunikationsmitteln sollten Landschaftsarchitekten ihre ureigensten Arbeitsfelder besser „verkaufen“, so der allgemeine Tenor. Aber auch Tourismus und Gesundheit bieten Entwicklungsmöglichkeiten, die es mit unternehmerischem Gespür auszuschöpfen gilt.

Der DGGL Landesverband Baden-Württemberg hat das Glück, die Landeshauptstadt Stuttgart zu seinem Mitgliedergebiet zählen zu dürfen, so dass immer wieder Zusammenschlüsse und Gemeinschaftsinitiativen mit bedeutenden Einrichtungen des Landes  möglich sind. Den derzeit 116 Mitgliedern erschließt sich so ein sehr breites Spektrum: Zum alljährlichen Repertoire zählen neben Vorträgen auch verschiedene Exkursionen und Tagungen, aber auch von Zeit zu Zeit Gartenreisen ins Ausland. Neu in das Programm aufgenommen wird ab nächstem Jahr eine Festveranstaltung im Frühling, die wir auch in der Zukunft weiterführen möchten.

Eine herausragende Begegnung in Zusammenarbeit mit dem Institut français in diesem Sommer war sicherlich der Vortrag des Grünflächenamtsleiters Daniel Boulens aus Lyon. Herr Boulens hat es verstanden die grüne Stadtentwicklung der französischen Metropole umfassend zu erläutern.

Insbesondere der Informationsabend zu Master und Bachelor für Landschaftsarchitekten sollte den Kontakt zur Ausbildung unterstützen, es ist uns immer ein Anliegen, auch die junge Generation, besonders die Studenten, so früh wie möglich einzubeziehen. Die Vorträge finden deshalb zumeist in der Universität Stuttgart statt.

Eine intensivere Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nürtingen ist für das kommende Jahr geplant. Bei den Abendveranstaltungen haben wir auch über den fachlichen Tellerrand hinaus geblickt. Zum Beispiel nach Heidelberg. Die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Himmelheber hat uns im Frühjahr lebendige Einblicke über die Darstellung des Wassers in der Kunst anhand von bedeutenden Gemälden ermöglicht. Mit den Augen des Fotografen Florian Profitlich aus Berlin haben wir uns der Landschaft um Stuttgart und Berlin zum Ende des Jahres in Bildern angenähert.  Der Besuch der Kunststation „memorial garden“ von Michael Singer, die zur Internationalen Gartenschau in Stuttgart 1993 entstand, führte uns hinaus in die Grünanlage Wartberg. Christof Luz und Klaus-Jürgen Evert konnten sehr anschaulich über die Entstehung des Werkes in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Künstler berichten. Vor Ort, in der Nähe zum Höhenpark Killesberg, ließen wir den schönen Sommerabend stimmungsvoll bei einem Glas Prosecco ausklingen. Ein gelungener August-Ausflug war die Exkursion in die Nähe von Karlsruhe zu Schloss und Park Favorite. Hubert Wertz, ehemaliger Referent für historische Gärten bei der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, hat uns sehr eindrücklich seine über 20 Jahre andauernden Instandsetzungsmaßnahmen erläutert. Heute ist der Park wieder als ein intaktes Gartenkunstwerk erlebbar, die Sünden vergangener Tage sind kaum noch zu erkennen. Trotzdem müssen die Kollegen der Gartendenkmalpflege immer wachsam sein, denn Ideen, wie den Park in eine größere Sportanlage zu integrieren oder neue Wohngebiete in die Sichtachsen zu legen, gefährden sie massiv. Einen besonders schönen Ausklang der Vortragsabende stellt jedes Mal der kulinarische Besuch beim nahe gelegenen Italiener im Stuttgarter Stadtgarten dar. Hier können die gewonnenen Eindrücke mit Referenten und Gleichgesinnten nochmals vertieft werden oder wir plaudern einfach in geselliger Runde über die Neuigkeiten aus dem Feld der Gartenkunst und Landschaftsarchitektur. An solchen Abenden werden natürlich auch die Ideen für die nächsten Jahre geboren. So wird das Jahresthema der DGGL für 2008 „Garten und Gesundheit“ bei den Vorträgen und Veranstaltungen in Baden-Württemberg einen Schwerpunkt bilden. Darüber hinaus werden wir zum ersten Mal im Jahr 2008 eine Festveranstaltung in der Wilhelma anbieten, die das Thema Pflanzenkenntnisse aufgreift. 

Ich freue mich, Sie im neuen Jahr zu einer Veranstaltung und bei der Mitgliederversammlung am 14. Februar gesund, munter und voller Tatendrang zu begrüßen. Der Vorstand kann Ihre Unterstützung gut brauchen. Die Veranstaltungen der DGGL sind immer wieder Oasen der Geselligkeit und Inspiration, fühlen Sie sich hier auch im Jahr 2008 herzlich willkommen!

Martina Laun, 1. Vorsitzende