Von der japanischen Teezeremonie zum Feuerwerk – was Hannover alles zu bieten hat

Hannover Exkursion des DGGL Landesverbandes Baden-Württemberg
Hannover Exkursion des DGGL Landesverbandes Baden-Württemberg

Hannover Exkursion des Landesverbandes Baden-Württemberg vom 11.-13. Juni 2004

Gut gelaunt kamen wir am Freitag Mittag per Bahn in Hannover an, wo wir mit Sonnenschein begrüßt wurden (morgens in Stuttgart hatte es noch geregnet). Um 14.00 Uhr wurden wir von Ronald Clark, dem Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Hannover, am Hotel abgeholt und starteten zur Besichtigung des Stadtparkes, der noch in großen Teilen im Stil der 50er Jahre erhalten und in einem guten Pflegezustand ist. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten wir im japanischen Garten die Teezeremonie einer japanischen Schule, die für drei von uns von einer Japanerin im Teehaus zelebriert wurde, während die anderen Teilnehmer mit Erläuterungen der zweiten Japanerin zuschauen durften, ohne die ganze Zeit knien zu müssen. Mit Tee und einer köstlichen Süßigkeit wurden aber alle verwöhnt. Nach der interessanten Führung waren wir abends zum Gartenfest der DGGL Niedersachsen im Willy-Spahn-Park eingeladen. Der Park wurde vor kurzem fertiggestellt. Als zentraler Mittelpunkt ist der alte Kalkbrennofen erhalten. Schon die Busfahrt nach Ahlem war Dank des Busfahrers ein Erlebnis. Nach der freundlichen Aufnahme durch die Niedersachsen und einer zünftigen Stärkung mit Musikbegleitung und vielen Gesprächen gab es zu späterer Stunde eine Führung durch den Park mit Besichtigung des Kalkbrennofens. Es war ein sehr schönes Fest an einem lauen Sommerabend mit einer Teilnehmerzahl, von der wir in Baden-Württemberg nur träumen können.

Am Samstag stand Herrenhausen auf dem Programm. Um 10.00 Uhr trafen wir uns wieder mit Herrn Clark, um den Großen Garten und die Grotte von Niki de Saint Phalle zu besichtigen. Der spannenden Führung konnte auch das regnerische Wetter nichts anhaben. Besonders interessant war es natürlich in der Grotte, zumal Ronald Clark viele spannende Details erzählen konnte, da er die Arbeit der Künstlerin in der Grotte organisiert hatte und mit ihr im persönlichen Kontakt die künstlerische Arbeit erleben konnte. Nachmittags haben wir den Berggarten und das Regenwaldhaus ohne Führung bei weitgehend trockenem und sonnigem Wetter besichtigt. Den Abend verbrachten wir wieder im Großen Garten. Nach einem Rundgang fanden wir noch einen Tisch mit Bänken, wo wir recht gemütlich in bester Stimmung bis zum Feuerwerk ausharrten (ein bisschen kühl war es zwar, aber trocken) und rätselten, ob die Bauchweh vom vielen guten Essen oder vom vielen Lachen kamen. Nach dem eindrucksvollen Feuerwerk, der Beitrag Frankreichs zum diesjährigen internationalen Feuerwerksfestival, machten wir noch einen Rundgang durch den wunderbar illuminierten Park, wieder ein sehr schöner, erlebnisreicher Tag.

Am Sonntag morgen trafen wir uns dann mit Claudia Wollkopf am Rathaus und erhielten anhand der im Rathaus ausgestellten Modelle eine Einführung in die Stadtentwicklung von Hannover. Anschließend verschafften wir uns einen Überblick über die Stadt vom Rathausturm aus. Sehr eindrucksvoll war nicht nur die Aussicht, sondern bereits die Fahrt mit dem Schrägaufzug nach oben. Nach diesem doch etwas zugigen Erlebnis führte uns Frau Wollkopf durch den Maschpark am Rathaus und zeigte uns anhand alter Pläne und Fotos dessen Entstehung und Entwicklung, wieder eine sehr spannende Führung. Nach einer Stärkung und einer kurzen Besichtigung des von Behnisch entworfenen Neubaues der Norddeutschen Landesbank hieß es wieder Abschied nehmen. Es war ein rundherum gelungenes interessantes erlebnisreiches Wochenende! Nochmals ein herzlicher Dank an unsere niedersächsischen Kollegen, die für uns ein tolles Programm organisiert und uns geführt haben.

Autorin und Bilder: Ulrike Tangermann-Grass