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DGGL-Preis für Zeitgenössische Gartenkunst Garten-Oskar 2019 vergeben

20.11.2019 09:31

Preisträger des Garten-Oskar 2019:

Wette + Küneke Landschaftsarchitekten, Göttingen

Projekt: Schilde-Park – Bad Hersfeld

Als Ergebnis eines langjährigen und intensiven Planungsprozesses, in dem die Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle spielte, schuf der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld einen beispielhaften Stadtpark, der einerseits die innerstädtische  Freiraumsituation verbessert und andererseits der gesamten Bevölkerung von Bad Hersfeld einen Kulturraum zur Verfügung stellt.

Den Planern ist es vorbildlich gelungen, die vorhandene Topografie in ihre Überlegungen einzubeziehen. Sowohl der landschaftsprägende, tiefer gelegene Bachlauf mit seinen Uferbereichen als auch der Standort nahe der historischen Innenstadt sind entscheidende Faktoren, die in der Planung berücksichtigt sind. Der gut analysierte Standort und die Bezugnahme auf die städtebauliche Situation bestimmen die vielfältig angebotenen Nutzungsmöglichkeiten, die das Gesamtkonzept und die hervorragende Freiraumqualität des Schilde-Parks nachhaltig prägen. Die Mehrfachnutzung und der als Stadtpark gestaltete Freiraum sind das unbestrittene Qualitätsmerkmal dieses Grünraumes.

Mit der Umwandlung der Industriebrache in einen vielfältig nutzbaren Grün- und Kulturraum ist ein wertvoller, auf lange Sicht gesicherter Park entstanden, der das Wohnumfeld der anliegenden Bewohner und die Stadtstruktur nachhaltig verbessert.

Der Preis in Form einer Edelstahl-Skulptur wurde von Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser und Petra Hirsch, der 1. Vorsitzenden der DGGL Hessen, übergeben. Gewürdigt und vorgestellt wurde das Projekt von Kamel Louafi, Landscape Architects Berlin.

Der „Garten-Oskar“ wird seit 2001 verliehen. Die DGGL Hessen zeichnet mit diesem Preis Grünkonzepte in Hessen aus, die ästhetisch, funktional und nachhaltig gestaltet wurden.

Foto des Projektes (Foto: Wette) und ein Foto von der Übergabe (Foto Gottwald), von links nach rechts: Laudator Landschaftsarchitekt Kamel Louafi, StSin Dr. Beatrix Tappeser, Petra Hirsch und der Preisträger Wolfgang Wette.