Präsidentenbrief Nr. 17

Liebe, verehrte DGGL-Mitglieder!

getreu der Devise „große Ereignisse werfen Ihren Schatten voraus“ schreibt Ihnen heute ein glücklicher Präsident, der seit kurzem die schriftliche Zusage des Generalsekretärs der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. Fritz Brickwedde, zur „Durchführung einer Wanderausstellung und zweier Fachkolloquien zum Dialog Kulturgüterschutz – Naturschutz im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der DGGL“ vorliegen hat. 

Viele von Ihnen wissen, dass die 1887 in Dresden gegründete DGGL im Jahr 2012 ihr 125-jähriges Jubiläum feiern wird und damit das Präsidium unserer ehrwürdigen Gesellschaft sich schon seit geraumer Zeit überlegt, wie können wir dieses große Jubiläum in angemessener Weise feiern. Nach intensiven Diskussionen in verschiedenen Landesverbandskonferenzen und entsprechenden Beschlüssen haben wir dann den Förderantrag bei der DBU einreichen können, wohl wissend, dass ein solcher Antrag bei der DBU auf große Unterstützung stößt, weil auch dort die dringende Notwendigkeit eines qualifizierten Dialoges "Naturschutz-Kulturschutz" gesehen wird. 

Da die Inhalte wiederholt diskutiert worden sind und der in Kassel zwischenzeitlich gegründete Arbeitsausschuss schon zweimal erfolgreich getagt hat, hier heute nochmals meine herzliche Bitte, unser gemeinsames Festjahr auch weiterhin im engen Schulterschluss zwischen Präsidium, Geschäftsleitung und den Landesverbänden anzusteuern. Ich werde Sie in jedem Fall über weitere Arbeitsfortschritte in Richtung Festjahr gern informieren.  

Lassen Sie mich abschließend noch sagen, dass wir schon im Januar 2011 ein größeres Arbeitstreffen in Dresden haben werden, wo wir gemeinsam mit dem Vorstand des Landesverbandes Sachsen, Dr. Peter Fibich und Tilman Gebhardt sowie der Gartendenkmalreferentin des Sächsischen Landesdenkmalamtes, Kollegin Henrike Schwarz und Roland Puppe von der Sächsischen Schlösser- und Gärtenstiftung, das Land Sachsen und Dresden betreffende Initiativen 2012 besprechen werden. Entsprechend vertiefende Gespräche wird es dann auch mit dem ebenfalls im Festjahr in besonderer Weise betroffenen Landesverbandsvorstand BerlinBrandenburg der DGGL geben. Die große Hauptveranstaltung wird übrigens vom 3. bis 5. Mai 2012 in Berlin und das Fest- und Abschlusskolloquium vom 4. bis 6. Oktober 2012 in Dresden stattfinden. Bitte merken Sie sich diese Termine vor – das Präsidium der DGGL lädt Sie herzlich zur Teilnahme ein. 

Beim Thema Festveranstaltung geht es natürlich auch und jedes Jahr aufs Neue um die Verleihung des Goldenen Lindenblattes, des Kulturpreises unserer Gesellschaft. In diesem Jahr waren Dr. Gisela und Hermann Freudenberg die Preisträger und zwar für ihr langjähriges Engagement um den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim an der Bergstraße.

Der Hermannshof wurde als Staudensichtungsgarten 1983 der Öffentlichkeit übergeben. Die Initiative hierzu ging von den Eheleuten Freudenberg aus, die auf Anregung ihrer Schwägerin, Dr. Gerda Gollwitzer, den bis dahin privat genutzten, ca. 2,2 ha großen Garten ab 1981 nach Plänen von Professor Hans Luz und auf der Grundlage eines Gutachtens von Professor Richard Hansen umgestalten ließen. Gleichzeitig wurde Professor Urs Walser mit der Pflanzplanung nach dem Konzept der Lebensbereiche betraut. Die Baukosten in Höhe von ca. 1 Mio. DM übernahm seinerzeit dankenswerter Weise die Firma Freudenberg. 

Der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof dient seitdem unter der fachlichen Leitung von Cassian Schmidt als Bildungs- und Forschungseinrichtung der Förderung von Gartenkultur und Landespflege. Ziel ist es, Pflanzenkombinationen auf ihre Verwendungsfähigkeit in Privatgärten und dem öffentlichen Grün im südwestdeutschen Raum zu untersuchen. Der Hermannshof ist im Übrigen der einzige überwiegend privat finanzierte Staudensichtungsgarten in Deutschland. 

Der Garten ist nach wie vor kostenlos zugänglich und zählt jährlich bis zu 120.000 Besucher. In Verbindung mit der Kulturpreisverleihung wurde zugleich eine Fachtagung – ebenfalls auf dem Gelände der Fa. Freudenberg – zum Thema „Private Gartenkultur - Pflanzenliebhaberei und aktuelle Trends in der Staudenverwendung" durchgeführt. Die eigentliche, festliche Preisverleihung fand am Abend des 1. Oktober 2010 in Weinheim statt und der Unterzeichner erinnert sich noch gerne an die schöne Feierstunde und das anschließende festliche Essen mit den Eheleuten Freudenberg und ist umso betrübter, dass Hermann Freudenberg am 15. November, also kurz nach unserer Preisverleihung, plötzlich verstarb. Der Präsident hat der Witwe, Dr. Gisela Freudenberg, zugleich im Namen der gesamten DGGL zu diesem traurigen Anlass von Herzen kondoliert, aber auch die Hoffnung ausgesprochen, dass dieses, auch national gesehen vorbildliche bürgerschaftliche Engagement im Hermannshof in Weinheim auch zukünftig bestehen bleiben wird. 

Auf der Suche nach Preisträgern für das kommende Jahr konnte noch auf der Landesverbandskonferenz in Weinheim auf gut begründeten Vorschlag hin beschlossen werden, dass für 2011 der dann in die Pension gehende Direktor des Bremer Bürgerparks, Werner Damke und damit 146 Jahre bürgerschaftliches Engagement von ca. 3.000 Mitgliedern des Bremer Bürgerpark-Vereins für Erhaltung und Unterhaltung des Bremer Bürgerparks gewürdigt werden soll.  

In Verbindung mit einer Fachtagung und unserer Herbst-Landesverbandkonferenz sowie der traditionellen Fachexkursion soll die eigentliche Ehrung im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe vom 9. bis 11. September 2011 öffentlich wirksam am Abend des 9. September, einem Freitag, in Bremen durchgeführt werden. Ich bin überzeugt, dass im Übrigen der Landesverband Bremen/Niedersachsen-Nord keine Mühen scheuen wird, aus dieser Kulturpreisverleihung ein unvergessliches Erlebnis zu machen. Ihre Einladung zu dieser Festveranstaltung wird Ihnen, wie immer, rechtzeitig von der Bundesgeschäftsstelle in Berlin zugeschickt werden.  

Sehr erfolgreich war in diesem Jahr auch die am 3. September erfolgte Verleihung des DGGL-Förderpreises Ulrich Wolf 2009/2010, einen studentischen Ideenwettbewerb zur „Revitalisierung des historischen Küchengartens am Schloss Augustusburg“ betreffend. Im festlichen Rahmen des Schlosses Augustusburg bei Brühl, das im Übrigen seit zwei Jahrzehnten Weltkulturerbe ist, wurde in Verbindung mit einer Arbeitssitzung des erweiterten Vorstands des DGGL-Arbeitskreises Historische Gärten unter Leitung des Vorsitzenden Dr. Harald Blanke, der Preis durch den Arbeitskreis Junger Landschaftsarchitekten der DGGL bzw. dessen Leiter Wolfgang Aldag und Winfried Wendling, verliehen.  

An diesem alle zwei Jahre von der DGGL ausgelobten Förderwettbewerb für den Berufsnachwuchs beteiligten sich insgesamt 28 junge Gartengestalter, den mit 2.000 Euro dotierten 1. Preis erhielt das Planungsteam Roberto Kaiser, Kerstin Hoch und Friederike MeyerRoscher für ihren Entwurf „Neue Sicht aufs Obststück“. Gefördert wurde dieser Wettbewerb von der UNESCO-Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, dem Landschaftsverband Rheinland und der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur.  

Derzeit läuft bereits unser nächster Förderwettbewerb – Interessenten können sich aber noch bis zum 15. März 2011 daran beteiligen. In Kooperation mit der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013 GmbH wurde ein Ideenwettbewerb „Gartenhöfe für Baugemeinschaften - Neue Hamburger Terrassen“ ausgelobt, ebenfalls gefördert durch die Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur und die Firma DATAflor. Nähere Informationen zum Wettbewerb finden sie auf den DGGL-Internetseiten www.DGGL.org. 

Ein weiterer Preis, an dem sich die DGGL ebenfalls beteiligte, ist der vom Europäischen Gartennetzwerk (European Garden Heritage Network EGHN) in Schloss Dyck verliehene "European Garden Award /Europäischer Gartenpreis", der am 6. September von der EGHN und der Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur, als Projektträger des EGHN, in verschiedenen Kategorien verliehen wurde. Der vom Unterzeichner angeregte Preis für die „Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen“ hatte dann auch insofern Erfolg, als die genannte niedersächsische Stiftung zumindest den ausgelobten „Sonderpreis“ erhielt und der heutige Vorsitzende, Baron von Hake, Ohr-Hameln diesen Preis dann auch dankbar entgegennahm. 

Aus Anlass eines schönen Jubiläums, nämlich des 20-jährigen Bestehens der Aktion "Die Offene Pforte", der Einladung in private Gärten in und um Hannover, wurde am 17. September in Hannover eine Tagung mit und über die Offenen Pforten in Niedersachsen und Bremen ausgerichtet. Die von Geza Klaffke-Lobsien dankenswerterweise kuratierte Tagung, veranstaltet vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, der Stiftung Niedersachsen, der Region und der Landeshauptstadt Hannover – hier ist insbesondere Viktoria Krüger als höchst erfolgreiche Hauptverantwortliche zu benennen – sowie dem Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur (CGL) der Leibniz Universität Hannover, widmete sich u.a. Fragen einer Intensivierung der Kooperation und eines gemeinsamen Internetauftritts. Man kann nur hoffen, dass das bundesweit mit Spannung beobachte Thema der Offenen Gartenpforten auch weiterhin erfolgreich sein wird und damit vor allem auch den großen Kreis engagierter privater Gartenbesitzer an die DGGL heranführt und damit neuerlich ein Potential für die DGGL erschlossen wird, das bedauerlicherweise an die wie Pilze aus dem Boden sprießenden diversen neuen Gartenvereine abgegeben worden ist. 

Spannend ohne Zweifel war auch der diesjährige Bundeskongress der Grünen Verbände aus Anlass des 52. Jahrestages der Gartenamtsleiterkonferenz im Rahmen der „Ruhr 2010 Kulturhauptstadt Europas“, welcher viele Kolleginnen und Kollegen Anfang Mai nach Essen führte. 

Die Teilnehmer hatten eingehend Gelegenheit, sich mit den großen Leitthemen „Industriekulturlandschaft“ und „Grünflächenentwicklung und Urbanität“ und damit auch mit den „Gärten und Parks einer Industrieregion“ auseinanderzusetzen. 

Beeindruckend war natürlich auch unser „Auftaktbesuch“ auf der als Weltkulturerbe der  UNESCO geschützten Zeche Zollverein mit atemberaubenden Blicken aus lichten Höhen über das unglaublich grüne Ruhrgebiet. Mit großer Spannung wurde dann auch die von Professorin 

Dr. Martina Oldengott kuratierte Garten-Ausstellung „Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ in der Ludwigsgalerie von Schloss Oberhausen besucht und der Präsident der DGGL nahm gern die Gelegenheit, dort dann auch eine längere Ansprache zu halten. 

Die verschiedenen Zeitschichten der Gartenkulturen, aber auch die Rolle unserer Gärten im gesellschaftlichen Wandel wurden hautnah, d. h. vor der Kulisse des sich immer wieder rasant verändernden Emschertals besonders im Kaisergarten sichtbar, der als größtes Ausstellungsexponat direkt an die Ludwiggalerie von Schloss Oberhausen grenzt und aktuell auf Anregung der Emschergenossenschaft gemeinsam mit der Stadt Oberhausen nach den Entwürfen der Preisträger des Deutschen Landschaftsarchitekturpreises 2009, dem Essener Büro Davids, Terfrüchte + Partner, in enger Anlehnung an die historischen Strukturen gestalterisch und ökologisch aufgewertet wird.  

Interessante Fachexkursionen rundeten schließlich das Programm des Bundeskongresses gut ab. Der Unterzeichner entschloss sich, die dankenswertweise der mit Hilfe des DGGL-Landesvorstandes Roland Pfeiffer und Ruth Schulze mit vorbereitete Exkursion zu Gartendenkmälern in der Region mitzumachen. Besichtigt wurden u.a. der Schlosspark von Borbeck und Schloss Berge, beides hochbedeutende historische Gartenanlagen, die jedoch einer wissenschaftlichkonservatorisch anspruchsvollen Bearbeitung bedürfen - mit anderen Worten, Gartendenkmalpflege tut not, um einen ohne Zweifel vorhandenen Gartenschatz zu heben und verborgene Qualitäten wieder sichtbar zu machen. Der Unterzeichner gab die dringende Empfehlung, sich dieserhalb dann auch mit dem sehr erfahrenen Kollegen Claus Lange in Düsseldorf in Verbindung zu setzen. 

Anfang September diesen Jahres wurden an den langjährigen Vorsitzenden des DGGL-Landesverbandes Thüringen sowie stellvertretenden Vorsitzenden des AK Historische Gärten, Günther Thimm, die Ehrenmitgliedschaft und das Silberne Lindenblatt unserer Gesellschaft im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit auf Schloss Molsdorf überreicht. Damit wurde sehr zu Recht ein besonders verdienstvolles DGGL-Mitglied ausgezeichnet. Wir senden herzliche Grüße, verbunden mit den besten Genesungswünschen zur vollständigen Wiederherstellung der durch Krankheit in jüngster Zeit doch beeinträchtigten Schaffenskraft. Wie mir Dr. Blanke, der Vorsitzende des AK Historische Gärten, auf Nachfrage versicherte, ist nicht nur weiter vorgesehen, das seit längerer Zeit vergriffene DGGL-Handbuch über Historische Gärten in Deutschland aus dem Jahre 2000 in erweiterter und völlig überarbeiteter Form neu aufzulegen, sondern auch Günther Thimm wieder ganz in die redaktionelle Bearbeitung einzubinden. Dies erfreut nicht zuletzt den DGGL-Präsidenten ganz besonders, sieht er doch mit Spannung der Neuauflage dieser wichtigen DGGL-Publikation entgegen. 

Nach einem höchst erfolgreichen DGGL-Jahrbuch 2010 „Garten und Kulturen“, das schon weitgehend vergriffen ist, hat zwischenzeitlich neuerlich eine Redaktionskonferenz unter der nun schon langjährig bewährten Leitung von Professor Dr. Kaspar Klaffke getagt, in der über Inhalt und Struktur des DGGL-Jahrbuchs 2011 „Private Gartenkultur“ diskutiert und Empfehlungen für den Inhalt ausgesprochen wurden. Als Leitthema haben wir uns auf die Betrachtung und Präsentation von „Gartencharakteren“ geeinigt, d. h. Erläuterung charakteristischer Formen und Gestaltungsebenen der Garten- und Landschaftsarchitektur innerhalb der privaten Gartenkultur. 

Ich bin sicher, dass uns hier wieder ein höchst spannendes Jahrbuch ins Haus steht und wir uns daher im Präsidium schon bald auf Sponsorensuche machen werden, um die Finanzierung auch dieses neuen Buches wieder weitgehend durch privat gespendete Gelder zu finanzieren. 

Auch die Jahresprogramme 2011 der Landesverbände und Arbeitskreise werden versuchen, das bundesweite Jahresthema „Private Gartenkultur“ aufzugreifen und ich hoffe, dass es dem Kurator unserer Jahrbücher, Kaspar Klaffke, wieder gelingen wird, unser Jahrbuch dann auch – wie geplant – pünktlich zur 53. GALK-Jahrestagung und dem gemeinsamen Bundeskongress der "Grünen" Verbände GALK, DGGL, BDLA; FLL und BGL in Koblenz – der Stadt der Bundesgartenschau 2011 - vom 12. bis 14. Mai 2011 dann auch vorzustellen. 

Unsere traditionelle Frühjahrs-Landesverbandskonferenz ist diesmal für Donnerstag, den 12. Mai 2011 vorgesehen, so dass der Sonnabend, der 14. Mai, dann für eine schöne Exkursion z.B. in das Weltkulturerbe Mittelrheintal zur Verfügung steht. Freuen Sie sich mit uns auf diesen Kongress – wir laden Sie heute schon herzlich ein.  

Eine traurige Pflicht ist es mir abschließend, darauf hinzuweisen, dass nach längerer schwerer Krankheit der von vielen in der DGGL sehr geschätzte und verehrte Dr. Robert de Jong am 1. Oktober 2010 seiner schweren Krankheit erlegen ist. Seiner lieben Frau Etty de Jong-Tiedemann habe ich auch im Namen der DGGL unser tiefempfundenes Mitgefühl und Beileid ausgesprochen. Deutschland hat Robert de Jong insbesondere in den Jahren nach der Wende unendlich vieles zu verdanken, als er sich als Präsident des International Committee of Historic Gardens and Sites von ICOMOS-IFLA mit großem Erfolg um unsere zahlreichen deutschen Welterbestätten und solche, die es werden wollen, bemühte. Hier zu nennen sind insbesondere der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, das Welterbe Mittelrheintal, Schlösser und Gärten BerlinPotsdam sowie Schwetzingen und Kassel-Wilhelmshöhe.  

Gemeinsam mit meinem verehrten ICOMOS-Kollegen Dr. Hans Dorn erinnere ich mich als german effective member von ICOMOS an wunderbare Fachexkursionen und –konferenzen die wir weltweit zusammen besuchen konnten und wir nun voller Trauer an dem Grab eines wunderbaren Kollegen und international hochgeschätzten Fachmannes und Freundes stehen. 

Als letzte große Aufgabe hatte Rob de Jong noch das Fachgutachten im Auftrag der UNESCO zur Aufnahme der Altstadt von Amsterdam in die Welterbeliste anfertigen können. Für seine Verdienste hatte er im Übrigen schon 2003 auf Antrag des Unterzeichners das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Berliner Rathaus erhalten, 2007 den Friedrich Ludwig-von-Skell-Ehrenring der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2009 schließlich den königlich-niederländischen Orden von Orange-Nassau. 

Trotz dieser traurigen Nachricht möchte ich dennoch mit Zuversicht in das vor uns liegende Jahr schauen, allen Mitstreitern, die sich auch im ausgehenden Jahr wieder erfolgreich um unsere Gärten und die DGGL bemüht haben, sehr herzlich danken und Sie bitten, nicht in Ihrem Einsatz nachzulassen. Nicht zuletzt in den beiden vor uns liegenden, ohne Zweifel wieder arbeitsreichen Jahre braucht die DGGL uns alle in ganz besonderem Maße.  

Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten Präsidiums und der Geschäftsleitung erst einmal ein schönes Weihnachtsfest und sende die besten Wünsche für ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. 

Mit herzlichen Grüßen stets Ihr
Dr. - Ing. Klaus-Henning von Krosigk 
Präsident der DGGL
Berlin, im Dezember 2010