„5 sind geladen, 10 sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen“
Diesen Spruch könnte man gut für diese Veranstaltung nutzen, da bei 18 gemeldeten Teilnehmern 30 erschienen sind, was erfreulicherweise dem großen Interesse geschuldet ist.
Bei bestem Frühlingswetter, Petrus hatte es mal so eingerichtet das genau heute die Sonnen scheint, führte uns Angelika Schneider nicht nur durch den Park, sondern insbesondere durch seine Geschichte und die Geschichte der Familie von Stein und wie es in und um Weimar meistens so ist, auch Goethe hatte hier seine Finger im Spiel.
Zusammen mit Simone Jahn, Parkleiterin hier in Großkochberg, erfuhren wir viel über die Entstehung der Anlagen, die hier im besonderen in die Höhenstruktur des Geländes so eingebettet wurden, das es Bereiche gibt, in denen man vermeintlich ‚nichts‘ sieht und doch mittendrin ist. Ebenso führte uns Angelika Schneider durch die Entstehung der Schlossanlage über die verschiedenen Zeiten und Besitzer.
Ein kleiner Abstecher in das Liebhabertheater, welches nach wie vor bespielt wird, war eine kleine Zugabe von Simone Jahn.
Der heutige Zustand ist nahe an der historischen Entstehung, möglich gemacht durch ein Unwetterereignis in 2013, welches an der Struktur des Parks so große Schäden hervorgebracht hat, das man mit Hilfe von Fördergeldern und einem hervorragenden Plan von 1867 die Anlage teilweise wieder in den ‚alten‘ Zustand versetzen konnte und Wegeführungen etc. neu entstehen lassen konnte. Auch wurde das ehemalige System zur Ableitung von Starkregenereignissen, welches damals schon vorhanden war, wieder freilegen und reaktivieren.
Ebenso konnten wir die Gärtnerei besichtigen, die heute zwar keinen Küchengarten mehr beinhaltet, aber immer noch für Großkochberg und Weimar-Belvedere Pflanzen für die Saisonbepflanzung heranzieht und kultiviert.
Wir danken Angelika Schneider und Simone Jahn für die informative unterhaltsame Führung.
Fotos und Text: © 2026 | Mirko Fey