LV Thüringen

Klimagerechte Waldentwicklung - Stadtforst Jena

 

In Anlehnung an das Jahresthema der DGGL stand der Wald im Mittelpunkt unserer Exkursion. Herr Olaf Schubert, Stadtforstamtsleiter Jena hat uns im Rahmen einer zweistündigen Waldspazierganges im Stadtforst zu dem Thema informiert.

Nachdem die interrsierten Mitglieder den Weg nach Jena gefunden hatten und am Schottplatz eingetroffen waren, setzen wir uns in einer kleinen Runde auf dem Gelände des  Walderlebniszentrum forum natura Jena.

Wolfram Stock begrüßte die kleine Runde und übergab das Wort an Olaf Schubert. Dieser begann mit einigen Informationen zu seinem beruflichen Qerdegang, und der Geschichte des Geländes des Walderlebniszentrum auf dem Otto-Schott-Platz. Der Platz hat ja seinen Namen nicht von ungefähr. Vielmehr hat die Fa. Schott schon 1912 das Gelände erworben um für seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hier Freizeitangebote anbieten zu können. 

Einige der vorhandenen Bauten stammen noch aus dieser Zeit und sind auch perspektivisch mit in das Gesamtkonzept WEZ eingebunden. Das Haupgebäude wurde umfassend saniert und beim Bau wurde Holz aus dem Jenaer Forst gearbeitet. 
[Foto1: Treffpunkt vor dem sanierten Gebäude - Foto2: Begrüßung in sonniger Runde - Foto3: Im Waldlabor]

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Auch die Regionalgruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat ihren Sitz hier ins Walderlebniszentrum verlegt. Dafür wurde unter anderem auch das 'Waldlabor' errichtet. HIer können auch Schulklassen oder andere Interresierte Ihre 'Fundstücke' aus dem Wald analysieren und auswerten. 

 

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Im Hauptgebäude wurde eine 3D - Projektion des Stadtgebietes Jena aufgebaut. Hier kann anschaulich dargestellt werden, welche Entwicklung das Gebiet über die letzten Epochen genommen hat und wie uns die derzeitigen Veänderungen beeinflussen. So können hier Scenarien mit Starkregenereignissen, Klimaeinwirkungen, Entwicklung der Infrastruktur dargestellt werden. Im Juni wird das Walderlebniszentrum eröffnet und steht dann für verschiedene Veranstaltungen und die Schulbildung zur Verfügung. Hier gibt es verschiedene Konzepte, um auf die Bedürfnisse der Besucher zielgerichtet eingehen zu können. 

 

Dann ging es nach einer kleinen Kaffepause hinaus in den Wald. Etwa ein Drittel der Gesamtfläche von Jena ist bewaldet und die Vielfalt der Waldtypen reicht von alten Buchenhallenwäldern an den schattseitigen nordexponierten Hängen bis hin zu den orchideenreichen Waldkiefer-/Eichen-/Hainbuchenwäldern an den warmen, südexponierten Steilhängen und einigen Naturwaldbereichen. 

Hier war entgegen der Erfahrungen mit den anderen umliegenden Wäldern ein im ersten Anschein gesunder Wald zu sehen. Auf Grund der Lage des Stadtforstes auf einem Hochplateau gibt es hier schon immer eine relativ flache Vegetationsschicht. Daher sind die hier wachsenden Pflanzen und Bäume 'stresserprobt' und können zum Beispiel mit Dürreperioden besser umgehen, als so manch anderer Wald. 

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                            [Im Wald]                                                                               [Olaf Schubert erläutert am Beispiel den für den Wald typischen Stockausschlag]                                            [Wegekreuzung]

 Die Form des Mittelwaldes, welche hier kultiviert wurde und wird erklärt den guten Zustand des Bestandes.  Aber dies ist eine Entwicklung der letzetn Jahrhunderte. Für den Weinbau, welcher lange in und um Jena kultiviert wurde und wieder wird, waren Hölzer aus dem Wald notwendig, die man durch das auf Stock setzen gewonnen hat und somit immer wieder Nachschub schneiden konnte. Daher gibt es hier noch viele Bäme die aus den Stockausschlägen gewachsen sind. Im direkten Vergleich zum 'normalen' Baum wachsen diese langsamer und sind auch bruchanfälliger. 
Derzeit wird mit ca 95% Naturverjüngung gearbeitet. 

Um das Erlbnis Wald in die Jetzzeit zu hlen wurde eine App entwickelt. natura jenensis - Das ist DIE Naturerlebnisregion. Durch Schautafeln am Wegesrand werden Informationen rübergebracht, die mit einem sehr guten digitalem Angebot direkt vor Ort, mit direktem Bezug zum Standort unterstützt werden und das ganze erlebbar machen. So gibt es entlang der 'Horizontale' - dem Wanderweg rund um Jena, diverse Erlebnispfade mit unterschiedlichen Themen, die ohne große Vorbereitung genutzt werden können. 

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Wie wir uns auf unserer Runde überzeugen konnten, wird dieses Angebot von der Bevölkerung auch angenommen. An zahlreichen Wegpunkten konnten wir zahlreiche Interresierte beobachten. 

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Am 'Forsthaus' endete unsere kleine Runde durch den Jenaer Forst. Einige hatten sich im Vorfeld hier schon Ihr Mittagessen gesichert und nutzten den Tag noch für eine kleine Wanderung. 

Wir danken Olaf Schubert für den informativen Rundgang.
Die Idee kam auf 2027 das Sommerfest des DGGL LV Thüringen hier mit einem Fachvortrag und gemütlichem Beisammensein zu planen. 

Text und Foto: © 2026 | Mirko Fey