DGGL kulinarisch und lyrisch - Besuch auf dem Museumshof Senne

Garten am Buschkamp
Geschäftsführerin Anna Maria Gierse bei der Begrüßung
Wildkräutersalat
Herr Hüser mit DGGL Mitgliedern
Herr Hüser läßt probieren
Frau Hille Schlüter im Bauerngarten

Ein Sommersonntag im Museumshof Senne
Die DGGL Westfalen hatte eingeladen und dem Ruf folgten Neugierige, die nicht nur Lust auf Natur, sondern auch auf Literarisches und Leckeres aus der Wildkräuterküche des Historischen Gasthaus Buschkamp hatten.

Ernst-Heiner Hüser, Hausherr und Spitzenkoch, gab zunächst eine informative Einführung in die Historie dieses Kleinods am Teutoburger Wald, wo im Lauf der letzten 45 Jahre eine mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Hofanlage entstanden ist, die die bäuerliche Architektur der ostwestfälischen Region präsentiert.

Dort kann die Lebensweise unserer Vorfahren nacherlebt werden, dort kann man aber auch köstlich speisen, so wird besonders die regionale Küche gepflegt und es wird experimentiert mit (Un)kräutern und Wildpflanzen.
Nach einem leckeren Aperitif ging es in den Kräutergarten, wo sich neben Vertrautem auch Vogelmiere und Franzosenkraut breit machen dürfen, werden doch auch sie in der Küche verarbeitet.

Eingerahmt wurde diese Begehung durch allerlei Gedichte, gelesen von Hille Schlüter, in denen sogar Brennnessel, Giersch, Löwenzahn und Kamille Eingang in die Literatur gefunden haben.

Während Herr Hüser im schattigen Innenhof Köstliches am Grill zubereitete, erfuhr man, warum auch Zwerg Nase ein begnadeter Koch war, wusste doch er allein, dass die dänischen Klöße unbedingt mit dem Kräutlein Magentrost zubereitet werden müssen.

Das (Un)kraut Giersch hatte derweil Herr Hüser benutzt um delikate Bratkartoffen zuzubereiten, und so traf man sich im ehemaligen Kuhstall in der Auberge le Concarneau, um allerlei Köstlichkeiten, aber auch für die Zunge Ungewohntes zu speisen. Wer hatte wohl jemals zuvor eine Suppe aus Vogelmiere probiert? Welche Zunge hatte schon Creme Brulee mit Gewürztagetes oder Löwenzahnblütentiramisu gekostet?

Anschließend ließ es sich Herr Hüser nicht nehmen, uns durch seinen Küchengarten zu führen und ein wenig zu plaudern über Mädesüß und Guten Heinrich, aber auch über seine Experimente mit den unterschiedlichsten Kräutern und Pflanzen. Allein über 100 verschiedene Pflanzen und Blüten finden in seiner Küche Verwendung. 

Bevor ein sommerlicher Nachmittag zu Ende ging, konnten die Teilnehmer dieser Veranstaltung noch die verschiedensten idyllischen Plätze dieser privaten Hofanlage bestaunen und sich an ihnen erfreuen.

Text: Hille Schlüter
Fotos: Martin Gasse