Deutliches Bekenntnis in Bielefeld zum Botanischen Garten

Bielefeld, Botanischer Garten: Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur des Landesverbandes Westfalen feierten bei Waldmeisterbowle und einer Entdeckungstour zu den Glühwürmchenquartieren am Kahlen Berg das runde Jubiläum des Botanischen Gartens und den Erfolg um die Erweiterungsfläche. Denn zum 100 jährigen Jubiläum des Botanischen Gartens Bielefeld gab es ein ganz besonderes “Geburtstagsgeschenk” , einen Flächenzuwachs um 2.400 Quadratmeter für den Botanischen Garten. Und das zu einer Zeit, in der der Fortbestand für Botanische Gärten bis heute nicht nur von Stadtkämmerern angezweifelt wird, sondern von ahnungslosen Teilen der Gesellschaft. In den 90er Jahren war die Nivellierung des Gartens zu einer durchschnittlichen Grünanlage tatsächlich noch ein Thema. Es sollte drastische finanzielle Einschnitte geben, die zum Aus des Gartens geführt hätten. Der damals, unter der Mithilfe der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur mitbegründete Förderverein setzt sich seither mit aller Kraft dafür ein, dass das Bielefelder Schmuckstück Botanischer Garten bewahrt wird.
 
Bis es zum Kompromiss und das »Ja« der Politiker zur Erweiterung des Botanischen Gartens kam, war es jedoch ein beschwerlicher Weg für die Interessensgemeinschaft aus den Freunden des Botanischen Gartens Bielefeld mit Herrn Naggert, der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur mit Herrn Ehrig und den Anwohnern. Die politischen Entscheidungsträger mußten überzeugt werden, was mittels eines durchdachten Planungskonzeptes für die Erweiterungsfläche auch gelang. Mit diesem Erfolg bekommt der Garten nicht nur ein schönes Geschenk zum 100. Geburtstag, sondern auch ein deutliches Bekenntnis Bielefelds zum Botanischen Garten.
 
Die Vegetation der Brachfläche mit ihrer geringen Artenvielfalt solle entfernt, stattdessen in einem ersten Schritt eine artenteiche Wiese umgewandelt werden. Das ist
kosteneffizient, und es reicht aus, eine solche Wiese vier bis sechsmal pro Jahr zu mähen um eine attraktives Bild mit verschiedenen Aspekten in den einzelnen Jahreszeiten zu erreichen.

 

27.06.2012 von Dipl.-Ing. Ehm Eike Ehrig

 

Zeitungsartikel: Westfalenblatt vom 10/11. März 2012 von Burgit Hörttrich / Stefan Biestmann - Eine Brachfläche blüht auf / Bielefelder Optik: Die Taktik zum Erfolg