Besuch der Landesgartenschau Leverkusen
Tagesausflug am 26. August 2005

Bereits die Anreise von Düsseldorf-Benrath nach Leverkusen war etwas Besonderes: Auf einem Linienschiff der Zonser Personen-Schifffahrts-Gesellschaft wurden wir mit einem reichlichen Frühstück verwöhnt und genossen die Sonne und den Anblick der vorbei gleitenden Landschaft.

Bei der Ankunft am Landesteg der LAGA vermissten wir allerdings leider den mit unserer Führung betrauten Fachmann. Dank einer glückliche Fügung und kollegialer Beziehungen fanden wir dann aber Herrn Hammer vom Leverkusener Grünflächenamt, der uns spontan durch die Anlage begleitete. Das Motto der Landesgartenschau hieß "Neuland entdecken!" - und auf wahrhaftig "neuem Land" ist ein Großteil der Anlage gebaut: Eine 25 Hektar große Fläche am Rhein wurde über 20 Jahre lang bis Ende der vierziger Jahre von der Bayer AG als Werksdeponie für Bauschutt, hausmüllähnliche Abfälle und Chemierückstände genutzt. Die durchschnittliche Mächtigkeit der Deponie betrug 8 Meter, maximal 12 Meter. Auf dem Gelände wurden u.a. Wohnhäuser gebaut. 1985 ergab sich durch Untersuchungen im Rahmen eines Bebauungsplanes, dass die Altlast durch ein Dichtungssystem gesichert werden musste, das den Kontakt zwischen Mensch und Boden verhindert, das Eindringen von Niederschlagswasser in den Altlastkörper unterbindet und den unkontrollierten Austritt von belasteter Bodenluft ausschließt. Mit immensem Aufwand wurden für 110 Millionen Euro eine entsprechende Abdichtung und eine bis zu 40 m tiefe Sperrwand zum Rhein als Grundwasserbarriere gebaut. Die Kosten trugen die Bayer AG und die Stadt Leverkusen. 550 000 Kubikmeter Boden wurden aufgeschüttet und bildeten den "Grund" für die Landesgartenschau.

Als Wettbewerbsgewinner stand im Mai des Jahres 2000 Rüdiger Brosk mit dem Architekturbüro Agirbas/Wienstroer fest. Er schuf einesteils einen "klassischen" Park am Rhein mit großzügigen Wiesenflächen, daneben einen streng architektonisch gestalteten Teil, den "Bumerang", sowie eine naturnah gestaltete grüne Verbindung am Flüsschen Dhünn entlang bis in die Stadtmitte. Wichtiger Bestandteil des Schau waren u.a. die über 30 Themengärten - vom traditionellen Rosengarten über den Feng-Shui-Garten bis zum Hexengarten, die auf engstem Raum eine schier unüberschaubare Fülle von Anregungen für den privaten Gartenbesitzer zeigten. Beeindruckend war auch vor allem die 160 Meter lange "Neuland-Brücke", die durch ihre geschwungene Form und ihre luftige Fachwerkkonstruktion als Blickfang fungiert.

Ruth Schulze
Die Neulandbrücke
Die Neulandbrücke
Die Neulandbrücke
Industrieller Hintergrund
Industrieller Hintergrund
Herr Hammer von der Stadt Leverkusen
Herr Hammer von der Stadt Leverkusen
Frühstück
Frühstück
Ende eines langen Tages
Ende eines langen Tages


Landesverband
Ruhrgebiet e.V.
Impressionen aus unserem Landesverband

Besuch der
Landesgartenschau
Leverkusen
Tagesausflug am
26. August 2005

 
Ein Garten ist ein idealer Ort, um sich auf die großen Fragen einzulassen.
Charles Jencks