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Bereits
die Anreise von Düsseldorf-Benrath
nach Leverkusen war etwas Besonderes:
Auf einem Linienschiff der Zonser
Personen-Schifffahrts-Gesellschaft
wurden wir mit einem reichlichen Frühstück
verwöhnt und genossen die Sonne
und den Anblick der vorbei gleitenden
Landschaft.
Bei der Ankunft am Landesteg der LAGA
vermissten wir allerdings leider den
mit unserer Führung betrauten
Fachmann. Dank einer glückliche
Fügung und kollegialer Beziehungen
fanden wir dann aber Herrn Hammer
vom Leverkusener Grünflächenamt,
der uns spontan durch die Anlage begleitete.
Das Motto der Landesgartenschau hieß
"Neuland entdecken!" - und
auf wahrhaftig "neuem Land"
ist ein Großteil der Anlage
gebaut: Eine 25 Hektar große
Fläche am Rhein wurde über
20 Jahre lang bis Ende der vierziger
Jahre von der Bayer AG als Werksdeponie
für Bauschutt, hausmüllähnliche
Abfälle und Chemierückstände
genutzt. Die durchschnittliche Mächtigkeit
der Deponie betrug 8 Meter, maximal
12 Meter. Auf dem Gelände wurden
u.a. Wohnhäuser gebaut. 1985
ergab sich durch Untersuchungen im
Rahmen eines Bebauungsplanes, dass
die Altlast durch ein Dichtungssystem
gesichert werden musste, das den Kontakt
zwischen Mensch und Boden verhindert,
das Eindringen von Niederschlagswasser
in den Altlastkörper unterbindet
und den unkontrollierten Austritt
von belasteter Bodenluft ausschließt.
Mit immensem Aufwand wurden für
110 Millionen Euro eine entsprechende
Abdichtung und eine bis zu 40 m tiefe
Sperrwand zum Rhein als Grundwasserbarriere
gebaut. Die Kosten trugen die Bayer
AG und die Stadt Leverkusen. 550 000
Kubikmeter Boden wurden aufgeschüttet
und bildeten den "Grund"
für die Landesgartenschau.
Als Wettbewerbsgewinner stand im Mai
des Jahres 2000 Rüdiger Brosk
mit dem Architekturbüro Agirbas/Wienstroer
fest. Er schuf einesteils einen "klassischen"
Park am Rhein mit großzügigen
Wiesenflächen, daneben einen
streng architektonisch gestalteten
Teil, den "Bumerang", sowie
eine naturnah gestaltete grüne
Verbindung am Flüsschen Dhünn
entlang bis in die Stadtmitte. Wichtiger
Bestandteil des Schau waren u.a. die
über 30 Themengärten - vom
traditionellen Rosengarten über
den Feng-Shui-Garten bis zum Hexengarten,
die auf engstem Raum eine schier unüberschaubare
Fülle von Anregungen für
den privaten Gartenbesitzer zeigten.
Beeindruckend war auch vor allem die
160 Meter lange "Neuland-Brücke",
die durch ihre geschwungene Form und
ihre luftige Fachwerkkonstruktion
als Blickfang fungiert.
Ruth Schulze
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