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Seit
September 2003 unterstützt die
EU eine gemeinsam von mehreren Partnern
in Deutschland, England und Frankreich
entwickelte Initiative. Unter der
Leitung der Stiftung Schloss Dyck,
Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur
sind folgende Partner beteiligt: die
regionalen Verwaltungen des Comité
Régional du Tourisme des Pays
de la Loire in Frankreich, Surrey
County Council, Somerset County Council
und Cheshire County Council
in England, ferner die Freunde
des National Trust in Deutschland,
das Ministerium für Verkehr,
Energie und Landesplanung des Landes
Nordrhein-Westfalen, The National
Council for the Conservation of Plants
and Gardens (NCCPG) in England und
der Nordrhein-Westfalen Tourismus
e.V.
Das reiche gartenkulturelle Erbe Europas
wurde lange vernachlässigt, rückt
aber heute wieder stärker in
den Blickpunkt u.a. derer, die sich
davon einen Beitrag zur Identität
von Regionen und ihrer touristischen
Aufwertung versprechen. Das Projekt
ist auf drei Jahre ausgelegt; folgende
Schwerpunkte sollen gesetzt werden:
Spatial
Strategy - Regionalplanung der Zukunft
Durch die Entwicklung von Planungsstrategien,
die auch über nationale Grenzen
hinweg wirken, sollen Möglichkeiten
zur touristischen Vermarktung und
Nutzung von Gärten und Parks
aufgezeigt werden. Besonders Politik
und Verwaltung sollen durch die Ergebnisse
angesprochen und zum Handeln angeregt
werden.
Inter-Regional-Gateways
- Wege in die
Kulturlandschaft
Gärten ebenso wie Schlösser,
Burgen und historische Dörfer
sind Teil ihrer Kulturlandschaft und
können dort die Rolle von funktionalen
Zentren einnehmen. Einzelne herausragende
Garten- und Parkanlagen sollen Ausgangspunkte
für touristische Routen in ihrer
Region werden.
Access
- Wie hinkommen?
Gärten und Parks sollen auch
mit dem öffentlichen Nahverkehr
(besser) erreichbar werden. Außerdem
werden spezielle Konzepte erarbeitet,
durch die ihre Zugänglichkeit
für Nutzergruppen mit verschiedensten
Handicaps erleichtert werden soll.
Interpretation
- Man sieht nur, was man weiß
Unterschiedliche Besuchergruppen (Fachleute,
Laien, Kinder) müssen durch die
Vermittlung von Wissen über kulturhistorische,
ästhetische, botanische und landschaftsplanerische
Aspekte für Gärten und Parks
interessiert werden. Dies trägt
stark zu deren Wertschätzung
bei. Mittel hierzu sind u.a. Mehrsprachigkeit
bei allen Informationen, Audiokassetten,
interaktive Informationsseiten.
Education
- Gartenausbildung: Vom Ferienkurs
für Kinder zum Postgraduate-Studium
In Kooperation mit den am Projekt
beteiligten Regionen und verschiedenen
Universitäten wird die Etablierung
einer gemeinsamen NWE (North West
Europe)- Summer School vorbereitet,
die in Dyck und Somerset angesiedelt
sein soll und Studenten und Absolventen
der Fachgebiete Landschaftsarchitektur,
Garten- und Landschaftsbau, Gartendenkmalpflege
und angrenzender Bereiche eine europäisch
ausgerichtete Sommerakademie anbieten
wird. Programme für Kinder und
Jugendliche sollen gleichermaßen
entwickelt werden und ihnen den Umgang
mit Gärten und Parks nahe bringen.
Transnational
Themes - Europäische Gartenrouten
Ziel diese Schwerpunktbereichs ist
es, das gemeinsame europäische
Gartenerbe einer breiten Öffentlichkeit
zu vermitteln. Vier thematische Schwerpunkte
werden dabei gesetzt: Geschichte der
Gartenkunst, Garten der Zukunft, Gärten
berühmter Persönlichkeiten,
Der fruchtbare Garten. Einzelne Gärten
sollen auf einer Website mehrsprachig
beschrieben werden und können
so zum Ausgangs- oder Zielpunkt einer
europäischen Gartenreise werden.
In den Regionen Cheshire und Nordrhein-Westfalen
sollen zwei exemplarische Themenrouten
umgesetzt werden.
Ruth Schulze
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