Rückblick
 
 
 
 
Schloss im Großen Garten Herrenhausen
Stellungnahme zum geplanten Wiederaufbau durch die Volkswagenstiftung

Über den Wiederaufbau des Schlosses im Großen Garten ist seit seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in der hannoverschen Stadtgesellschaft mit kurzen Unterbrechungen immer wieder engagiert und kontrovers diskutiert worden. Diese Diskussionen belegen das Empfinden einer Wunde, die nicht geheilt ist, und einer zentralen Lücke, die jeder Besucher vor Ort sofort erkennt.

Nur wenige der bisherigen Vorschläge zur Schließung der Baulücke konnten überzeugende Nutzungsideen vorweisen. Mit dem Konzept der Volkswagenstiftung, ein internationales wissenschaftliches Tagungszentrum in der Gestalt des früheren Schlosses zu bauen und darin auch Exponate des Historischen Museums unterzubringen, liegt erstmalig ein Vorschlag auf dem Tisch, der eine konkrete, rentierliche Nutzung durch ein museales Angebot ergänzt. Das Konzept ist mit einer symbolischen Stärkung des Forschungsstandorts Hannover verbunden und lässt eine langfristige Verlässlichkeit erwarten. Insoweit ist das Projekt zu sehr begrüßen.

Aber wie alle bisherigen Konzepte hat auch dieses seine Tücken. Aus gartendenkmalpflegerischer Sicht könnte sich der Neubau zum Nachteil des Großen Gartens breit machen. In Verbindung damit ist eine unerwünschte Veränderung von Bedeutungen innerhalb des Gesamtsystems der Herrenhäuser Gärten möglich. Diese konkrete und symbolische Gefährdung muss bei der Einpassung des Gebäudes und bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Programms unbedingt vermieden werden.

Lesen Sie hier das DGGL-Positionspapier (PDF)

Landesverband
Niedersachsen e.V.
Impressionen aus unserem Landesverband

Stellungnahme
 
Ein Garten ist ein idealer Ort, um sich auf die großen Fragen einzulassen.
Charles Jencks