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zum neuen Jahr wünsche ich Ihnen,
auch im Namen des Vorstandes, Gesundheit,
Wohlergehen und Erfolg, sowohl im
Privaten, als auch im Beruf. Ich bedanke
mich bei Ihnen, dass Sie uns im Jahr
2006 treu geblieben sind und die Gartenkunst
und Landschaftskultur in Baden-Württemberg
durch Ihre Mitgliedschaft nachhaltig
unterstützen. Sicherlich hatten
Sie nicht die Gelegenheit an allen
Veranstaltungen, die wir angeboten
haben, persönlich teilzunehmen.
Deshalb möchte ich Ihnen auf
diesem Wege einen Überblick über
die vielfältigen Aktivitäten
geben.
Das Jahr 2006 stand unter dem Motto
Regionale Gartenkultur.
Zu diesem Themenschwerpunkt haben
wir verschiedene Vorträge und
Exkursionen angeboten. Der Bundesverband
hat hierzu ein Buch im Callwey-Verlag
unter dem gleichnamigen Titel veröffentlicht.
Verschiedene Aufsätze unterschiedlicher
Autoren geben einen Eindruck über
das Themenspektrum. Das Buch kann
bei uns über die Geschäftsführerin
oder im Buchhandel erworben werden.
Im Januar sind wir auf Entdeckungsreise
in die Staatsgalerie gegangen. Niederländische
Maler wurden in einer kleinen Sonderaustellung
mit dem Titel Die
Entdeckung der Landschaft
präsentiert. Über die Alpen
bis nach Italien und mit den Handelsschiffen
bis nach Brasilien sind die Künstler
damals gereist, um ihr Handwerk zu
verfeinern und ansprechende Motive
für das heimische Bürgertum
zu finden. Dieses war durch den Handel
in Übersee zu Reichtum gekommen
und konnte sich früher als anderswo
in Europa Auftragsarbeiten leisten.
Man löste sich erstmals von den
christlichen Motiven und präsentierte
die Landschaft als eigenständiges
Bildmotiv.
Im April berichtete uns Professor
Dr. Hansjörg Küster
aus Hannover über die
Landschaftsgeschichte Südwestdeutschlands.
Den bebilderten Vortrag finden Sie
hier.
Spannend war es im Juli beim Vortrag
von Dr.
Steinacher, dem Direktor des
Verbandes Region Stuttgart. Wir hatten
ihn um eine Stellungnahme zur Grünen
Infrastruktur in der Metropolregion
Stuttgart gebeten. Weil
die Region nur begrenzte finanzielle
Mittel zur Verfügung hat, ist
es für ihn wichtig, öffentlichkeitswirksam
Themen anzustoßen. Dabei erläuterte
er die Idee des Landschaftsparks oder
die der Grünvernetzung in der
Region. Das Konzept einer Metropolregion,
das um das Jahr 2005 geboren wurde,
ist im europäischen Zusammenhang
zu sehen. Wie können sich die
Regionen in einer immer größer
werdenden Europäischen Gemeinschaft
positionieren?
Der letzte Vortrag, der von Herrn
Rieger von der Saatgutfirma
Rieger und Hoffmann sowie Frau
Kübler und Frau
Peschen von der Stadt Stuttgart
gestaltet wurde, hatte seinen Schwerpunkt
im Themenfeld Naturschutz. Verwendung
autochthoner Pflanzen in der Stadt,
so der Titel. Am Beispiel von Stuttgart
wurde der Einsatz autochthonen Saatgutes
und die Verwendung von standortheimischen
Arten kontrovers diskutiert.
Der Tag
des offenen Denkmals
war erstmals den Parkanlagen gewidmet.
Die DGGL B.-W. hat deshalb zum Thema
Rasen, Rosen und Rabatten -
Historische Gärten und Parks
einen Gartenhistorischen
Spaziergang mit literarischer Begleitung
vom Schlossgarten zum Rosensteinpark
angeboten. So konnten wir auch Nicht-Fachleuten
die denkmalgeschützten attraktiven
Anlagen erläutern und näher
bringen. Herrmann Lenz Stuttgart,
Irene Ferchl Literarische Wegmarken
und Stuttgarts Kleinod
von Gerhardt ergänzten die geschichtlichen
Daten mit zeitgenössischen Beschreibungen
aus verschiedenen Jahrhunderten. Verena
Vrakas hat als Mitglied der DGGL B.-W.
einen Aufsatz über die Führung
verfasst, diesen
finden Sie hier.
Neben der Arbeit des Landesverbandes
war auch der Bundesverband aktiv.
Zweimal jährlich treffen sich
die Landesverbände zu Mitgliederversammlungen
und fachbezogenen Tagungen, in diesem
Jahr ebenfalls zur Gartendenkmalpflege.
Neu erschienen in der Zusammenarbeit
mit der DGGL ist eine FLL-Richtlinie
zum Umgang mit historischen Gartenanlagen,
Pflege historischer Gärten
Teil 1: Pflanzen und Vegetationsflächen.
Bestellen
können Sie diese Publikation
hier, einfach gewünschtes
aussuchen, Name und Anzahl angeben
und Sie bekommen es zeitnah zugesendet.
Besonders stolz sind wir darauf, dem
Ministerpräsidenten
von Sachsen-Anhalt, Herrn Professor
Böhmer, das Goldene
Lindenblatt für das Projekt
Gartenträume
überreicht zu haben. Sachsen-Anhalt
versucht seit einigen Jahren die über
1000 Gartendenkmäler touristisch
zu vermarkten und im öffentlichen
Bewusstsein zu etablieren. Damit verbunden
ist auch eine umfangreiche finanzielle
Förderung, die die Sanierung
vieler Kleinode ermöglicht. Das
vorbildliche Projekt findet Nachahmer.
Derzeit plant die Deutsche
Zentrale für Tourismus
das Thema Schlösser,
Parks und Gärten im Jahr
2008 als Jahresthema aufzugreifen.
Sicherlich eine sehr gute Unterstützung
für den Berufsstand.
Mit dem Landschaftsarchitektentag,
der erstmals als Gemeinschaftsinitiative
mit der Architektenkammer und dem
BDLA stattfand, beschlossen wir das
Jahr 2006. Der international arbeitende
Landschaftsarchitekt Professor Henry
Bava, Karlsruhe und Dr. Thomas Welter,
Geschäftsführer des Netzwerks
Architekturexport konnten deutlich
machen, dass sich Landschaftsarchitekten
neue Aufgabenfelder im Ausland erfolgreich
erschließen.
Bei allen Schwierigkeiten, die die
wirtschaftliche Situation für
den Berufsstand
bedeutet, entsteht trotzdem noch unglaublich
viel. Wir sollten also nicht den Kopf
hängen lassen, sondern eher die
Potentiale
nutzen, die auch in einer Krisenzeit
liegen. Zumeist entstehen gerade dann
neue und innovative Ideen. Wir sollten
unsere Kräfte darauf ausrichten.
In unseren Visionen steckt schließlich
das Arbeitspotential von Morgen. Karl
Foerster soll gesagt haben
Wer
Träume verwirklichen will, muss
wacher sein und tiefer träumen
als andere. Das bedeutet
zwar auch einen gewissen Leistungsdruck,
aber ich meine, mit thematisch Gleichgesinnten
fällt es leichter, den heutigen
und zukünftigen Fragestellungen
zu begegnen und weiterführende
Konzepte zu erarbeiten.
Die DGGL
Baden-Württemberg e.V.
bietet Ihnen dafür mit dem abwechslungsreichen
Jahresprogramm auch im Jahr 2007 ein
partnerschaftliches
Diskussionsforum.
Martina
Laun
1. Vorsitzende DGGL B.-W.
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