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Gut
gelaunt kamen wir am Freitag Mittag
per Bahn in Hannover an, wo wir mit
Sonnenschein begrüßt wurden
(morgens in Stuttgart hatte es noch
geregnet). Um 14.00 Uhr wurden wir
von Ronald Clark, dem Leiter des Grünflächenamtes
der Stadt Hannover, am Hotel abgeholt
und starteten zur Besichtigung des
Stadtparkes, der noch in großen
Teilen im Stil der 50er Jahre erhalten
und in einem guten Pflegezustand ist.
Bei strahlendem Sonnenschein erlebten
wir im japanischen Garten die Teezeremonie
einer japanischen Schule, die für
drei von uns von einer Japanerin im
Teehaus zelebriert wurde, während
die anderen Teilnehmer mit Erläuterungen
der zweiten Japanerin zuschauen durften,
ohne die ganze Zeit knien zu müssen.
Mit Tee und einer köstlichen
Süßigkeit wurden aber alle
verwöhnt. Nach der interessanten
Führung waren wir abends zum
Gartenfest der DGGL Niedersachsen
im Willy-Spahn-Park eingeladen. Der
Park wurde vor kurzem fertiggestellt.
Als zentraler Mittelpunkt ist der
alte Kalkbrennofen erhalten. Schon
die Busfahrt nach Ahlem war Dank des
Busfahrers ein Erlebnis. Nach der
freundlichen Aufnahme durch die Niedersachsen
und einer zünftigen Stärkung
mit Musikbegleitung und vielen Gesprächen
gab es zu späterer Stunde eine
Führung durch den Park mit Besichtigung
des Kalkbrennofens. Es war ein sehr
schönes Fest an einem lauen Sommerabend
mit einer Teilnehmerzahl, von der
wir in Baden-Württemberg nur
träumen können.
Am Samstag
stand Herrenhausen auf dem Programm.
Um 10.00 Uhr trafen wir uns wieder
mit Herrn Clark, um den Großen
Garten und die Grotte von Niki de
Saint Phalle zu besichtigen. Der spannenden
Führung konnte auch das regnerische
Wetter nichts anhaben. Besonders interessant
war es natürlich in der Grotte,
zumal Ronald Clark viele spannende
Details erzählen konnte, da er
die Arbeit der Künstlerin in
der Grotte organisiert hatte und mit
ihr im persönlichen Kontakt die
künstlerische Arbeit erleben
konnte. Nachmittags haben wir den
Berggarten und das Regenwaldhaus ohne
Führung bei weitgehend trockenem
und sonnigem Wetter besichtigt. Den
Abend verbrachten wir wieder im Großen
Garten. Nach einem Rundgang fanden
wir noch einen Tisch mit Bänken,
wo wir recht gemütlich in bester
Stimmung bis zum Feuerwerk ausharrten
(ein bisschen kühl war es zwar,
aber trocken) und rätselten,
ob die Bauchweh vom vielen guten Essen
oder vom vielen Lachen kamen. Nach
dem eindrucksvollen Feuerwerk, der
Beitrag Frankreichs zum diesjährigen
internationalen Feuerwerksfestival,
machten wir noch einen Rundgang durch
den wunderbar illuminierten Park,
wieder ein sehr schöner, erlebnisreicher
Tag.
Am Sonntag morgen trafen wir uns dann
mit Claudia Wollkopf am Rathaus und
erhielten anhand der im Rathaus ausgestellten
Modelle eine Einführung in die
Stadtentwicklung von Hannover. Anschließend
verschafften wir uns einen Überblick
über die Stadt vom Rathausturm
aus. Sehr eindrucksvoll war nicht
nur die Aussicht, sondern bereits
die Fahrt mit dem Schrägaufzug
nach oben. Nach diesem doch etwas
zugigen Erlebnis führte uns Frau
Wollkopf durch den Maschpark am Rathaus
und zeigte uns anhand alter Pläne
und Fotos dessen Entstehung und Entwicklung,
wieder eine sehr spannende Führung.
Nach einer Stärkung und einer
kurzen Besichtigung des von Behnisch
entworfenen Neubaues der Norddeutschen
Landesbank hieß es wieder Abschied
nehmen. Es war ein rundherum gelungenes
interessantes erlebnisreiches Wochenende!
Nochmals ein herzlicher Dank an unsere
niedersächsischen Kollegen, die
für uns ein tolles Programm organisiert
und uns geführt haben.
Ulrike
Tangermann-Grass |