Resolution - Gotha, im Mai 2009
Der in Gotha anlässlich seiner Mitgliederversammlung 2009 zusammengekommene Arbeitskreis (AK) Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL e. V.) hat sich eingehend mit der Situation der historischen Schlossgärten Thüringens beschäftigt und sich anlässlich einer Fachtagung namentlich mit der Fürstlichen Gartenkultur in Gotha befasst.
Die erstmalig in Gotha tagende bundesweite Dachorganisation von etwa 100 Gartenhistorikern und Gartendenkmalpflegern beglückwünscht den Freistaat Thüringen zu den bemerkenswerten Erfolgen in der Instandhaltung, Pflege und Restaurierung seines auch bundesweit hochgeachteten umfangreichen Bestandes an außerordentlich wertvollen Schlossgärten. Wir bitten jedoch die Verantwortlichen in der Thüringischen Landesregierung nicht in dem Bemühen nachzulassen, in der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten eine einheitliche Verwaltungsstruktur und damit Zuständigkeit für Schlösser und Gärten zu schaffen.
Erhaltung, Pflege und Inwertsetzung dieses wertvollen und für Thüringen ohne Zweifel identitätsstiftenden kulturellen Erbes gehören in eine Hand, d. h. wir bitten darauf zu achten, dass eine sowohl ökologisch, als auch eine wissenschaftlich-konservatorisch zu verantwortende Pflege dieses wertvollen Schlossparkbestandes als Kernaufgabe vorrangig in die Hände der Stiftung selber gehört.
Ein Vergabe an „Drittunternehmen“ hat sich inzwischen bundesweit nicht als sinnvoll und praktikabel erwiesen, führt auch keineswegs zu Kostenreduzierungen und kann nur als Notlösung, jedoch keineswegs als Dauerlösung akzeptiert werden.
Dr. Harald Blanke
Vorsitzender DGGL-AK Historische Gärten
Dr. Klaus-Henning v. Krosigk
Präsident der DGGL
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