| Die
DGGL "hippiger" machen
Auf der Konferenz der DGGL-Landesverbände,
am 1. Oktober 2004 im Dorinthotel in Neuss,
wurde bewusst konzentriert, sachlich aber
auch fröhlich eine umfangreiche Tagesordnung
diskutiert und entschieden. Deutlich spürbar
ist der teilweise eingetretende Generationswechsel
in den Führungsgremien der Landesverbands-
und Arbeitskreisvorstände. So formulierte
es der neue Vorsitzende des Arbeitskreises
"Junge Landschaftsarchitekten"
Wolfgang Aldag aus Halle, der die langjährige
und verdienstvolle Vorsitzende Dagmar Renneé
Verdyck ablöste, man müsse auch
traditionsreiche Bereiche, wie z.B. die
Gartendenkmalpflege mit einem mit einer
gesunden "Eventmischung" hippiger
machen. Dies geschieht z. B. in vielen Landesverbänden
im Rahmen der"Offenen Gartenpforte",so
berichtete der Vorsitzende von Bremen-Niedersachsen
über sehr erfolgreich verlaufenden
"Gartenevents" in der Kombination
"Gartenarchitektur-Musik-Literatur".
Dem Arbeitskreis Historische Gärten
machen dagegen ein zu viel an "Events"
zunehmend große Sorgen. Ob Verkaufsmessen,
Autoausstellungen oder Rockkonzerte, hier
sind die Folgeschäden, durch direkte
Zerstörungen aber auch durch Bodenverdichtung,
verursacht durch schwere Sattelschlepper,
nicht wieder gut zu machen. Überhaupt
müssen Veranstaltungen mit der "Würde
des Ortes" vereinbar sein. Herr v.
Krosigk berichtete über eine erfolgreiche
Abwehr einer Großveranstaltung im
Schwetzinger Park durch erfolgten DGGL-Protest;
auch die loveparade im Berliner Tiergarten
ist durch ständige Kritik, nicht zu
letzt durch die Berliner DGGL aus dem Park
vertrieben worden.
Der Arbeitskreis Landschaft hat sich darauf
verständigt, überwiegend in Form
einer "virtuellen Austauschplattform"
zu aktuellen Tagesproblemen bzw. -themen
Stellung zu nehmen. Diskutiert wurde in
diesem Zusammenhang die im städtischen
Bereich enge thematische Verbindung "Stadtlandschaft-
Stadtfreiraum" d. h. die Verknüpfung
der Stadt mit der Landschaft, besonders
aktuell in Ballungsgebieten. Vom Anliegen
aktuell ist deshalb nach wie vor die Gründung
eines AK "Städtische Freiräume",
gilt es doch dem zunehmenden Defizit mangelnder
Freiraumkultur entgegen zu wirken, der Förderung
der urbanen Gartenkultur als Teil der Stadtkultur.
In diese Richtung denkt auch der AK Spielraum,
eine Vernetzung des Themas Spielen für
Jung und Alt mit den Stadtstrukturen, die
bespiel- und erlebbare Stadt.
Chefredakteur Robert Schäfer berichtete.
über die zunehmend schwieriger werdende
wirtschaftliche Grundlage für unsere
Fachzeitschrift "Garten und Landschaft".
Die Zahl der Inserate ist deutlich zurück
gegangen und er appelliert an die DGGL-Mitglieder,
durch Abonnement die Zeitung zu unterstützen,
von den 2200 DGGL-Mitgliedern hätten
nur ca. 500 das Blatt abonniert.
Die Landesverbandskonferenz wählte
zwei ihrer Vorstandsmitglieder für
weitere zwei Jahre. Der Vizepräsident
Klaus-Henning v. Krosigk sowie der Bundesschaftsmeister
Fritz Scharf wurden einstimmig wiedergewählt.
Die DGGL wünscht den beiden Gewählten
wie dem Gesamtvorstand weiterhin eine glückliche
Hand zum Wohle der DGGL und der Garten-
und Landschaftskultur in Deutschland. Vieles
was so in der Gesamt-DGGL passiert, kann
man in der von Kai Lämmel vorbildlich
geführten Internetseite www.DGGL.org
nachlesen; immerhin machen bereits ca. 100
Besucher pro Tag davon Gebrauch.
H. de la Chevallerie
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