Eine neue Lust auf Gärten ist in Deutschland
spürbar. Diese findet Ausdruck in den
mehr als 15 "Garten-nnetzwerken"
und "Gartenrouten", die sich im
gesamten Bundesgebiet gebildet haben und
deren Aktionen in der Öffentlichkeit
auf großes Interesse stoßen.
Alle diese Initiativen treten für den
Erhalt von Gärten und Parks ein und
fördern durch ihr Engagement die regionale
Gartenkultur.
Der Ausgangspunkt der Idee zur Gartenvernetzung
lässt sich schwer benennen, fast zeitgleich
entstanden ab 1998 die ersten Initiativen
in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft
für Gartenkunst und Landschaftskultur
(DGGL e.V.) organisierte zusammen mit der
Stadt Oldenburg in Niedersachsen eine der
ersten Gartennetzwerke als "Route der
GartenKultur im Nord Westen".
Heute gibt es in fast allen Bundesländern
Gartennetzwerke, selbst Ländergrenzen
zu den europäischen Nachbarn werden
überschritten, wie drei transnationale
Projekte belegen. Geboren ist auch die Idee,
alle Initiativen zu einem "Gartennetzwerk
Deutschland" zusammen zu führen.
Die DGGL engagiert sich hierfür als
Projektträgerin.
Die Organisationsstrukturen der Initiativen
sind sehr unterschiedlich: sie sind als
lose Garten-Netzwerke oder zusammenhängende
Routen konzipiert, entstehen regional oder
im Verbund mit einem Nachbarland, setzen
ihren Schwerpunkt auf eine denkmal-pflegerische
In-Wert-Setzung, auf ein Crossmarketing
mit kulturellen Veranstaltungen oder stellen
einfach die vorhandenen Qualitäten
der Gärten und Parks in den Vordergrund.
All diese Initiativen machen deutlich, dass
Deutschland über ein enormes gartenkulturelles
Potenzial verfügt. Eine gemeinsame
Vermarktung kann ihre Bedeutung aus kultureller,
touristischer und wirtschaftlicher Sicht
stärken.
Die vorliegende Recherche zeigt Gemeinsamkeiten
wie Unterschiede auf, benennt Entwicklungsziele
und bietet Einblicke in die Organisationsstrukturen
der Initiativen. Und nicht zuletzt möchte
sie zu neuen Gartennetzwerken ermutigen!