Bücherei des Deutschen Gartenbaues

Die Bücherei des Deutschen Gartenbaues ist die umfangreichste Sammelstelle für Gartenschrifttum im deutschen Sprachraum. Viele Titel sind deutschlandweit nur hier zu finden.

Die Geschichte der Gartenbaubücherei

Die Anfänge der Bücherei reichen bis 1822 zurück. Damals wurde, unter Beteiligung von Peter Joseph Lenné, der Verein zur Beförderung des Gartenbaues gegründet, zu dessen Aufgaben auch der Aufbau einer Vereinsbibliothek gehörte. Schon 1826 konnte der erste Katalog mit 216 Titeln gedruckt werden. Die Buchbestände dieses Vereins (heute Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822, DGG) wurden 1936 auf Betreiben von Dr. Robert Zander (1892-1969) mit denen des Reichsverbandes des deutschen Gartenbaues (darunter die Bestände des Deutschen Pomologen-Vereins von 1860) und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst (heute DGGL) zusammengeführt und sind seitdem unter dem Namen Bücherei des Deutschen Gartenbaues bekannt.

Träger ist der 1952 wiederbegründete Verein Bücherei des Deutschen Gartenbaues e.V.. Seine Aufgabe ist die Zusammenfassung, Erhaltung und Verwaltung von gärtnerischem Schrifttum. 1965 überließ der Verein die Bücherei der Universitätsbibliothek (UB) der TU Berlin für 90 Jahre zum Nießbrauch. Beide Partner halten sie seitdem durch Neuerwerbungen und Verbesserung der Erschließung auf dem Laufenden.

Bestände

Die Bestände der drei Vorgängerbibliotheken sind weitgehend erhalten. Sie werden vom Verein sowie von der UB laufend ergänzt, soweit es die jeweiligen Mittel erlauben. Außerdem nahm die Bücherei bzw. die UB-Abteilung Nachlässe auf, so von Joseph Becker-Dillingen, Ernst von Borsig, Carl Friedrich von Siemens, Camillo Schneider, Wolfgang Sörrensen, Theodor Waage, Max Weber, Gustav Allinger und Erich Maurer.

Die Bücherei umfasst mehr als 56.000 Bände. Hiervon sind 24.000 Bände Monographien und mehr als 1.700 Zeitschriftentitel (130 laufende), die online katalogisiert sind. Etwa 3.500 Monographien und 4.000 Zeitschriftenbände sind vor 1900 erschienen. Das älteste Buch stammt von 1529, die älteste Zeitschrift von 1783. Daneben gibt es u.a. eine Sonderschriftensammlung, eine Plan-, Plakat- und Loseblattsammlung, eine Autographensammlung und eine Sammlung von Firmenkatalogen, außerdem umfangreiches Archivmaterial, darunter die Archive der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft und des Deutschen Pomologen-Vereins.

Besonderes Findmittel ist die von Robert Zander erstellte Schlagwortkartei mit etwa 240.000 Karten, die die Aufsätze der wichtigsten deutschen Gartenbauzeitschriften und -zeitungen bis 1920, teilweise auch weiter, erschließt.

Mitgliedschaft

Unterstützen Sie den Verein Bücherei des Deutschen Gartenbaues durch Ihre Mitgliedschaft und ermöglichen ihm damit Erweiterung, Erhaltung und Erschließung der Bestände. Sie erhalten als Mitglied halbjährlich die Vereinszeitschrift, die zu Ehren Robert Zanders ZANDERA heißt. Sie berichtet u.a. über interessante Bestände und Neuerwerbungen der Bücherei sowie über Themen der Garten- und Pflanzengeschichte.

Mitglieder müssen keine Benutzungsgebühr bei der UB zahlen. Wohnen Sie außerhalb, haben Sie den Vorteil, dass Ihnen gewünschte Bücher gegen Portoerstattung zugesandt werden, sofern die Ausleihe gestattet ist. Im Übrigen gelten die Benutzungsbedingungen der UB.

Der Mindestbeitrag beträgt 30 € im Jahr. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Beiträge können von der Steuer abgesetzt werden.

Kontakt

Bücherei des Deutschen Gartenbaues e.V.
c/o Technische Universität Berlin
Universitätsbibliothek im Volkswagen-Haus
Fasanenstr. 88
10623 Berlin (nahe Bhf. Zoo)
Telefon 030-314-76 101

Internet: www.gartenbaubuecherei.de
Online-Katalog: http://opac.ub.tu-berlin.de