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Dr.
Michael Vesper
wurde
1952 geboren. Er studierte an den Universitäten
Köln und Bielefeld Mathematik und Soziologie
und promovierte 1982 im Fach Soziologie.
1979 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern
der Partei DIE GRÜNEN. Von 1983 bis
1990 war er Fraktionsgeschäftsführer
dieser Partei im deutschen Bundestag. Seit
Mai 1990 gehörte er dem nordrhein-westfälischen
Landtag an und war bis 1995 parlamentarischer
Geschäftsführer der Fraktion DIE
GRÜNEN. Im Juli 1995 wurde er zum Minister
für Bauen und Wohnen und zum stellvertretenden
Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen
ernannt. Mit den Landtagswahlen 2000 wurde
sein Ressort erweitert: Dr. Michael Vesper
ist seitdem Minister für Städtebau
und Wohnen, Kultur und Sport. In der Nachfolge
von Christina Weiss ist er Präsident
des Deutschen Nationalkomitees für
Denkmalschutz, sowie stellvertretender Vorsitzender
des Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Zu den besonderen Schwerpunkten des von
Dr. Vesper geleiteten Ministeriums gehören
sowohl die Förderung einer Neubestimmung
der Städte als Kultur-, Lebens- und
Wirtschaftsraum als auch die Förderung
von Gartenkunst und Landschaftskultur im
Rahmen der REGIONALEN. Unter anderem als
Folge der Erkenntnisse, die das Land im
Zuge der Internationalen Bauausstellung
(IBA-Emscher-Park) gewonnen hatte, folgte
im Rahmen der ersten REGIONALEN das 1997
von der Region Ostwestfalen-Lippe aufgegriffene
und ab 2000 umgesetzte ProjektGartenlandschaft
Ostwestfalen-Lippe mit der Dokumentation
von 200 Gärten, Parks, Kurparks, Schlössern
und Gutshäusern, die zugleich Gegenstand
künstlerischer und kultureller Inszenierungen
wurden. Ostwestfalen-Lippe setzte damit
erstmalig historische Gärten und Parks
in den Mittelpunkt, entwickelte die sogenannten
Kleinen Paradiese zu einem kulturellen
Markenzeichen und initiierte "Land-Kultur"
als ästhetische und künstlerische
Auseinandersetzung mit der Kulturlandschaft
und ihrer Geschichte. Die Themen "Europäische
Gartenkunst" und "Kulturlandschaft"
und ihre Ausprägung im Rheinland wurden
mit dem Museumsverbund von Schloss Benrath
und Schloss Dyck und in Verbindung mit konkreten
restauratorischen Maßnahmen in den
Schlossgärten als ein Schwerpunkt der
regionalen Anstrengungen im Rheinland anerkannt.
Mit der Dezentralen Landesgartenschau 2002
und der Wieder-Inwertsetzung von sieben
historisch bedeutsamen Schlossgärten
wurde eine Renaissance der Gartenkunst
im Rheinland eingeleitet. Die grenzüberschreitende
Euroga2002plus ist die zweite von sechs
beschlossenen REGIONALEN bis zum Jahr 2010.
Die in diesem Programm präsentierten
historischen undneuen Gärten sollen
zugleich das wirtschaftliche, städtebauliche,
ökologische, aber auch das kulturelle
Fundament für eine nachhaltige Entwicklung
in Nordrhein-Westfalen bilden. In diesem
Zusammenhang ist auch das Projekt Straße
der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas
zu nennen. Die sieben Parks der Dezentralen
Landesgartenschau 2002 stellen den Kern
dar. Das inzwischen entwickelte Netzwerk
umfasst mehr als 120 Gärten und Parks
und soll das Thema Gartenkunst durch eine
gezielte touristische Nutzung im Rahmen
innovativer Stadt- und Regionalentwicklung
zu einer wichtigen strukturpolitischen Säule
werden lassen. Auch ein parallel dazu laufendes
europäisches Projekt (European Garden
Heritage Network) unter der Leitung der
Stiftung Schloss Dyck mit Partnerregionen
in England und Frankreich wird mit vier
Gartenkunstrouten in NRW eine internationale
touristische Vermarktung des Themas Gartenkunst
fördern. Die Idee einer zentralen Einrichtung
in Dyck, die Ausstellungen zur Geschichte
und Gegenwart der Gartenkunst und den Aufbau
eines wissenschaftlichen Instituts für
Gartenkunst, Landschaftskultur und benachbarte
Fachgebiete verbindet, ist ohne Beispiel.
Neben dem Museum für Europäische
Gartenkunst in Schloss Benrath und dem unmittelbar
benachbarten Kulturraum Insel Hombroich
erwächst damit in Dyck ein weiterer
niederrheinischer Standort, der sich mit
dem faszinierenden Verhältnis von Mensch
und Natur in Geschichte, Gegenwart und Zukunft
befasst. Dr. Michael Vesper beabsichtigt
mit seinen zahlreichen Aktivitäten
den historisch gewachsenenöffentlichen
Raum und die in hohem Maße kulturell
geprägte Identität und Urbanität
der europäischen Stadt, ihre Geschichte
und ihre Zukunft wieder ins gesellschaftliche
Bewusstsein zu rücken. Er sieht darin
einen wichtigen Beitrag gegen Stadtflucht
und für die Standortprofilierung von
Wirtschaftsregionen.
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