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Marie
Christine Gräfin Wolff Metternich
wurde
1932 in Schloß Alfter bei Bonn geboren,
einem Besitz, der seit dem 15. Jahrhundert
neben der Herrschaft Dyck und Hackenbroich
der jüngeren Linie Salm-Reifferscheidt-Dyck
gehört. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg
bezogen ihre Eltern mit ihr und den Geschwistern
Schloss Dyck. Mit dem Tod des Vaters von
Marie Christine, Franz Joseph (1899-1958),
6. Fürst und Altgraf zu Salm-Reifferscheidt-Krautheim
und Dyck, erlosch das Geschlecht der Altgrafen
und späteren Fürsten zu Salm-Reifferscheidt-Dyck.
Marie Christine, die Dyck nach dem Tode
ihrer Mutter erbte, brachte schließlich
das seit 1094 im Besitz der Familie befindliche
Anwesen in eine Stiftung ein, in welcher
das Land Nordrhein-Westfalen, der Landschaftsverband
Rheinland, der Rhein-Kreis Neuss und die
Gemeinde Jüchen Sitz und Stimme haben.
Mit dieser mutigen Entscheidung der verheirateten
Gräfin Wolff Metternich wurde nicht
das Ende einer kleinen, vormals autonomen
Herrschaft besiegelt, die auf eine insgesamt
über 900 Jahre lange Geschichte zurückblickt,
sondern eine der kulturhistorisch bedeutendsten
Schloss und Gartenanlagen des Rheinlandes
erhielt mit der am 28. Dezember 1999 gegründeten
Stiftung Schloss Dyck die Grundlage für
einen ungeschmälerten Erhalt von Schloss
und Park und die Einrichtung eines Zentrums
für Gartenkunst und Landschaftskultur
im Rheinland. Insbesondere sollen damit
auch der Park und die Schlossanlage selber
wieder attraktiv gemacht werden. Gräfin
Wolff Metternich steht mit ihren gartenkünstlerischen
Ideen und vorbildlichem Einsatz ganz in
der Tradition ihrer Vorfahren, namentlich
des in der Gartengeschichte bekannten Altgrafen
und späteren Fürsten Joseph zu
Salm-Reifferscheidt-Dyck (1773-1861), der
gemeinsam mit Thomas Blaikie und Clemens
Weyhe im frühen 19. Jahrhundert den
Schlosspark schuf, aber auch in der Tradition
ihrer Mutter, Fürstin Cäcilie
(1911-1991), die als leidenschaftliche Gärtnerin
und Dendrologin in Fachkreisen ebenfalls
großes Ansehen genoss. Sie war es,
die nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem
den Park mit Hilfe von Prof. Hermann Mattern,
erneuerte, nachdem dieser schon im Auftrag
des Vaters von Marie Christine Wolff-Metternich,
Fürst Franz Joseph, für den Schlosspark
von Alfter in den 30er Jahren Pläne
angefertigt hatte. In den fünfziger
Jahren, in einer fruchtbaren Phase des Wiederaufbruchs
nach dem Zweiten Weltkrieg, waren es die
Eltern der Gräfin Wolff Metternich,
aber eben auch sie selber, die sich - ganz
im Geiste einer jahrhundertealten europäisch
geprägten Familie - schon kurz nach
dem Krieg neuerlich um den Erhalt und die
Weiterentwicklung ihres überkommenen
Gartenerbes bemühten. In diesem Zusammenhang
sind auch Schloss und Garten Adelebsen/Göttingen
zu nennen, der heutige Wohnsitz von Marie
Christine Metternich. Hier folgte ebenfalls
Hermann Mattern dem Ruf des damals jungverheirateten
Ehepaares Wolff Metternich und gestaltete
in sorgfältiger Beachtung denkmalkonstituierender
Gartenbestandteile die Burgterrassen von
Adelebsen neu. Gräfin Wolff Metternich
ist gemeinsam mit ihrem Mann, Peter Graf
Wolff Metternich zur Gracht, eine große
Förderin und Sammlerin moderner Kunst
und engagierte sich für die documenta
in Kassel.
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