Aus der Bundesgeschäftsstelle Berlin - 2008

Ist es Ihnen auch so ergangen – das Jahr 2007 ist in Windeseile vorüber gezogen. Für die DGGL war es ein sehr vielfältiges und erfolgreiches Jahr. Viele Persönlichkeiten und Institutionen haben dazu beigetragen, Förderer und Mitglieder, mit inhaltlichen und finanziellen Beiträgen, allen voran die Vorstandsmitglieder in unseren 17 Landesverbänden. Gemeinsam haben wir das öffentliche Interesse an Gartenkunst und Landschaftskultur weiter wecken und vertiefen können.

Das DGGL-Jahr 2007 stand unter dem Rahmenthema „Gartenkunst und Stadtentwicklung“. Dazu fanden in den Landesverbänden und auf Bundesebene eine Fülle von Veranstaltungen statt, so z.B. anlässlich der Bundesgartenschau in Gera-Ronneburg, im Gartenland Thüringen, gemeinsam mit anderen grünen Ver­bänden, der Bundeskongress in Gera Mitte Juni. Unter dem Motto „Städtische Freiraumkultur – Herausforderungen und Tendenzen für die Zukunft“ wurde auf die herausragende Bedeutung der privaten und öffentlichen Freiräume für die Lebensqualität in Städten aufmerksam gemacht.

Der DGGL-Kulturpreis wurde Ende September 2007 in Hannover an Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, den derzeitigen Präsidenten der Stiftung Niedersachsen, vergeben. Die Stiftung engagierte sich in den 20 Jahren ihres Bestehens immer wieder auch für gartenkulturelle Themen. Herr Hoppenstedt hat sich auch in anderen Funktio­nen, zuletzt als Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, für die Restaurierung und Gestaltung von Gärten und Parks eingesetzt, u. a. für Park und Schloss Neuhardenberg, nicht weit von Berlin. Vor der festlichen Verleihung des Goldenen Lindenblattes im Galeriegebäude in Hannover-Herrenhausen fand eine gemeinsam mit der Stiftung Niedersachsen, der Uni Hannover und dem CGL (Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur) organisierte Tagung zum Thema „StadtGartenKunst“ statt. Im Mittelpunkt standen Diskussionen zur Rolle der Gartenkunst bei der historischen Entwicklung der Städte und ihr derzeitiger Einfluss in der Stadtplanung.

Jede Menge Diskussionsstoff zu dieser Thematik bietet unser Jahrbuch Nummer 2, das im September erschienen ist. Es trägt den Titel „Gartenkunst im Städtebau“, und enthält neben vielen Beiträgen der Hannover-Tagung, die ja international ausgerichtet war, auch mehrere exemplarische Beiträge bundesrepublikanischer Städte sowie Berichte über Aktivitäten der DGGL-Landesverbände. Wer sich hier einlesen möchte, erhält das Buch in der Bundesgeschäftsstelle.

Ende Oktober haben wir dann auf unserer zweiten Konferenz der Landesverbände in Ettlingen das Jahresthema 2007 Revue passieren lassen. Vor allem im Zuge der perfekt organisierten Exkursion wurde noch einmal deutlich, welche positiven Auswirkungen eine profunde Grünplanung in einer Stadt haben kann.

Mit dieser zweitägigen Veranstaltung spannte der Landesverband Baden-Pfalz aber auch bereits den Bogen zum neuen DGGL-Jahresthema 2008: “Garten und Gesundheit“. Dieses schillernde Thema wird in allen Landesverbänden auf vielfältige Weise präsentiert und natürlich auch im nächsten Jahrbuch, das im Juni 2008 erscheinen soll. Die zentrale Veranstaltung dazu ist unser Bundeskongress im Juni 2008 in Frankfurt am Main. Die Veranstalter, GALK, BDLA und DGGL, haben die Überschrift „Gesunde Stadt – Gesunde Bürger“ ausgewählt und werden aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der GALK (Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag) eine Bilanz ziehen über die Errungenschaften in der städtischen Freiraumplanung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Natürlich kommt aber auch die Zukunftsplanung nicht zu kurz – Arbeitsgruppen werden die Vorstellungen des 21. Jahrhunderts formulieren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – Infos gibt es wie immer in der Bundesgeschäftsstelle und mit dem Präsidentenbrief (12) Anfang Februar 2008.

Im Jahr 2007 ist für die DGGL ein lange gehegter Wunsch, fast eine Vision, in Erfüllung gegangen. Immer mal wieder hatten wir diskutiert, ob die Gründung einer Stiftung zur Sicherung unserer finanziellen Basis und zur Steigerung unserer Aktivitäten hilfreich sein könnte – und waren stets an den fehlenden Finanzen gescheitert. Im letzten Jahr nun hat ein langjähriges DGGL-Mitglied, der Landschaftsarchitekt Herbert Heise aus Frankfurt/Main, das Grundkapital für eine die Arbeit der DGGL unterstützende Stiftung zur Verfügung gestellt und so konnten wir im Juli 2007 die „Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur“ gründen. Schwerpunkt der Stiftungsarbeit wird die Förderung des Berufsnachwuchses sein, u. a. durch Unterstützung begabter Studierender und junger Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen und die Förderung von Planungswettbewerben.

Eine Stiftung arbeitet ausschließlich mit Ihren Zinserträgen. Die großzügige Einlage von Herrn Heise ist zwar ein „Batzen Geld“, aber das Kapital - und damit die Zinsen - könnten gern noch größer sein und Erhöhungen sind nach der Stiftungssatzung ausdrücklich möglich und erwünscht. Wenn Sie unsere Arbeit also durch eine solche „Zustiftung“ unterstützen möchten, würden wir uns natürlich sehr darüber freuen. Die Bundesgeschäftsstelle der DGGL ist zugleich auch die Geschäftsstelle der Stiftung.

Ein erstes konkretes Stiftungs-Projekt ist die finanzielle Unterstützung des Wettbewerbes „Garten am Silberahorn“ von Landeshauptstadt Saarbrücken und DGGL zur Jahreswende 2007/2008. Für einen Teilbereich des dortigen "Deutsch-Französischen Gartens“ in Saarbrücken aus den 50er Jahren sollen neue Bepflanzungsideen entwickelt werden – ein sehr schönes Wettbewerbsthema! Für das Jahr 2008 suchen wir und unser Arbeitskreis Junger Landschaftsarchitekten noch weitere interessante Wettbewerbsthemen zur Auslobung.

Der Blick auf das Jahresthema „Garten und Gesundheit“ und die Programme der DGGL-Landesverbände, Arbeitskreise und der Bundesgeschäftsstelle - alles wie immer auch hier im Internet zu finden - verspricht für 2008 wieder ein interessantes, sehr abwechslungsreiches DGGL-Jahr! Machen Sie mit!

Herzliche Grüße
Ihre Karin Glockmann
Bundesgeschäftsführerin
Im Dezember 2007