Förderwettbewerb des Arbeitskreises Junger Landschaftsarchitekten in der DGGL "Gärten des Ostens"

Der Förderwettbewerb des Arbeitskreises Junger Landschaftsarchitekten in der DGGL "Gärten des Ostens", ein Themengarten auf der Grenzüberschreitenden Gartenschau Marktredwitz/Cheb(Eger) 2006, ist entschieden. Mit der Preisgerichtssitzung am 16. März 2005 in Marktredwitz wurden insgesamt 3 Preise und ein Ankauf vergeben. Gemäß der von den Auslobern formulierten Aufgabenstellung beschäftigten sich Studenten und Absolventen der Fachrichtungen Landespflege/ Landschaftsarchitektur mit dem Begriff des Ostens. Dabei galt es, sich in spielerischer Weise diesem Begriff zu nähern: Welche Bedeutung hat der Osten, welche (Vegetations)Bilder verbinden sie mit diesem Raum? so die Fragestellung. Insgesamt wurden 45 Arbeiten eingereicht, die alle eine hohes Niveau an der graphischen Ausarbeitung darstellten, und ein breit gefächertes Spektrum an den verschiedensten Ideen zeigen.

Die offenen Aufgabenstellung brachte eine Vielzahl von Interpretationen des Themas "Gärten des Ostens hervor. Der Arbeitskreis Junger Landschaftsarchitekten sieht gerade darin eine enorme Chance für junge Kollegen und Studenten, sich auszuprobieren und sich zu empfehlen. Zu viele Reglementierungen und Vorgaben schränken das Spektrum an Ideen ein, und reduzieren somit die mögliche Vielfalt. Die Auslober sehen den Förderwettbewerb gerade wegen seiner vielen unterschiedlichen Ideen als großen Erfolg an. Die Grenzüberschreitende Gartenschau Marktredwitz/Cheb(Eger) GmbH strebt an sowohl den ersten als auch den zweiten Preis zu realisieren. Zusätzlich soll die als Ankauf gewürdigte Arbeit "Auf die Würfel fertig los" realisiert werden. Diese Ideen von Christine Faiß und Heike Wegener aus Nürtingen spielt mit Bildern der Stadt Cheb. Auf den Seiten von Würfeln aufgebracht, werden Besonderheiten der Stadt dargestellt. Durch das Anschauen und drehen der Würfel entstehen immer wieder neu zusammengesetzte Bilder, die dem Besucher die Stadt, die geteilt wurde, näher bringen soll.

Weitere Informationen

Protokoll der Preisgerichtssitzung
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Auslobungstext
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Preisträger
1. Preis
Mit dem Entwurf "Matroschka" gewann Andreas Hermanns aus Niederkrüchten den 1. Preis. Andreas Hermanns bedient sich der Geschichte und der Tradition der kleinen russischen Holzpuppen die als Grundlage für die Gestaltung "seines" Gartens des Ostens" dienen. Eingebettet in einen "Wald" aus Lärchen mit Bärenfellschwingel als Unterpflanzung vermittelt dieser Entwurf eine märchenhafte Atmosphäre in die der Besucher eintaucht. Die Arbeit überzeugt das Preisgericht durch seine konsequente, schlüssige und in allen Teilen nachvollziehbare Umsetzung des vorgegebenen Themas. Mit wenigen, aber gezielt eingesetzten Elemente wird eine große Wirkung erzielt.

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Preisträger
2. Preis
Der zweite Preis wurde an Cordula Klein aus Marktredwitz und Sandra Märkl aus Wiesau, für die Gemeinschaftsarbeit "Was is(s)t der Osten ? vergeben. Sie gestalten den Garten als riesigen Tisch, auf dem, in überdimensionalem Keramikgeschirr, verschiedene exotische Pflanze aus den fernöstlichen Regionen "angerichtet" werden. Die Idee zur Gestaltung des Gartens beruht auf der Tatsache, dass wir alles schon einmal den Osten geschmeckt haben, viel zu wenig aber über den die Herkunft, den Anbau und das Wachstum des Gegessenen wissen. Der Entwurf zeigt einen Garten, der in dieser Art etwas einzigartiges darstellt, so das Preisgericht. Durch den Maßstabssprung wird eine überraschende Spannung erzeugt, die den Besucher in eine andere Welt eintauchen lässt.

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Preisträger
3. Preis
Mit dem 3. Preis wurde die Gemeinschaftsarbeit "Eastern Retreat" von Marco Balbering und Sandra Blumenthal aus Lienen-Kattenvenne ausgezeichnet. Bei diesem Entwurf wird ein abstrakt literarisches Thema gärtnerisch umgesetzt. Marco Balbering und Sandra Blumenthal bedienen sich dabei dem Roman von Boris Pasternak und zeichnen den Weg der Schiwagos in deren östliche Zuflucht zu Zeiten der russischen Revolution. Die konsequente Umsetzung dieses Themas sieht das Preisgericht als gelungen an und hebt besonders die Verwendung von "klassischen" gärtnerischen Gestaltungselementen hervor.

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Spezial
Ankauf
Diese Ideen von Christine Faiß und Heike Wegener aus Nürtingen spielt mit Bildern der Stadt Cheb. Auf den Seiten von Würfeln aufgebracht, werden Besonderheiten der Stadt dargestellt. Durch das Anschauen und drehen der Würfel entstehen immer wieder neu zusammengesetzte Bilder, die dem Besucher die Stadt, die geteilt wurde, näher bringen soll.

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Ein Garten ist ein idealer Ort, um sich auf die großen Fragen einzulassen.
Charles Jencks